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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Gorazd Makarovič

men Malers ähnelt so stark der von Gril, daß die Annahme, es handle sich um des-sen Gehilfen, berechtigt erscheint. Seine Werke können nach der Schreibweise derJahreszahlen unterschieden werden.

Gril hat die erste Ziffer in der Jahreszahl immer mit zwei senkrechten Strichen undeinem Punkt auf dem Einser geschrieben, Einser an anderen Stellen sind dagegennur mit einem Strich versehen; sein Geselle schrieb die Einser generell nur mit ei-nem Strich und schloß sie oben mit einem Punkt ab. Der letzte feststellbare Maler,der diese Maltradition fortführte, wirkte wenigstens noch im letzten Jahrzehnt des19. Jahrhunderts; das jüngste Bienenstockstirnbrett in dieser Malweise trägt dieJahreszahl 1910. Auch die Werke dieses Malers sind typologisch und stilistischden Werken des vermeintlichen Gesellen von Gril so stark verwandt, daß eineWerkstattverbindung bestanden haben muß. Es ist jedoch auch möglich, daß sienur dieselben Schablonen verwendet haben. Die Werke dieses Meisters sind an ei-ner sehr dünnen und glatt ausgeführten Umrißzeichnung erkennbar, wie sie sonstauf keinen Bienenstockstirnbrettern vorkommt. Zumindest bedingt kann also voneiner Werkstattradition die Rede sein, die einstweilen als Steirische Volksmalerei-werstatt" bezeichnet werden kann. Die Werke aus dieser Werkstattgruppe wurdenvon etlichen anderen Malern in der Steiermark nachgeahmt, doch sind ihre Werkeviel laienhafter und die Farbwahl so stark abweichend, daß fast mit Sicherheit eineWerkstatttradition ausgeschlossen werden kann.

Ein eigener Stil, für den besonders die leicht nachlässige, unbeholfene, rotbraunedünne Zeichnung und die Pinselabdrucke auf den Blütenblättern der Tulpen ty-pisch sind, läßt sich bei einer Gruppe von Bienenstockstirnbrettern, aber auch aufHinterglasbildern und einigen Truhen erkennen. Diese Werke stammen aus Ober-krain, die einzigen zwei datierten Bienenstockbretter tragen die Jahreszahlen 1863und 1864. Einstweilen werden diese Bilder dem Maler der Hinterglasbilder" zu-gerechnet.

Es ist auch noch nicht gelungen, jenen Maler zu identifizieren, der als einziger dieFigurenumrisse mit schwarzer bzw. dunkelgrauer Farbe gemalt hat, was seinenMalereien einen etwas düsteren Eindruck verleiht. Das älteste und das jüngste Bie-nenstockbrett dieses Malers datieren aus den Jahren 1875 und 1894. Vorerst wirder mit dem Behelfsnamen Maler der dunklen Umrisse" bezeichnet.

Angesichts der großen Zahl erhaltener Bienenstockstirnbretter des BauernbildnersGregor Benedik darf man annehmen, daß er sehr viele gemalt hat. 1850 geboren,1923 gestorben, lebte und arbeitete er in einer Kate in Pungert bei Škofja Loka. Erfertigte Weihnachtskrippen an, bemalte Möbel und malte verschiedene Andachts-bilder. Seine Werke weisen einen ausgeprägten persönlichen Stil auf; einige wer-den noch von seinen Nachkommen gehütet. Dieselbe Malweise verwendete er fürBienenstockbretter. Seine Enkelin besitzt noch ein unbeendetes Bienenstockbrettaus seinem Nachlaß. Ein ziemlich verläßliches Erkennungsmerkmal seiner Bienen-stockbretter ist die Malweise des Bodenstreifens, der oft aus einem flachen Bogen