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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Geschichte der slowenischen Bienenhaltung

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Trotz der gut organisierten Propaganda für Bienenstöcke mit beweglichen Wabenund besonders für den- Stock blieben einfache Bienenhalter dem Krainer Bie-nenstock treu, weil er sich beim Schwärmen besser eignete und weil der Preis dermodernen Stöcke als zu hoch empfunden wurde. Krainer Stöcke konnte nämlichjeder Bienenhalter selbst anfertigen, wogegen man für einen Stock mit bewegli-chen Waben schon ein geschickter Tischler sein mußte. Und gerade in dieser hä-uslichen Herstellung der Krainer Stöcke ist der Hauptgrund dafür zu sehen, daß je-der Stock andere Maße hatte und daß es dem Bienenzuchtverein nie gelungen ist,die Maße zu vereinheitlichen.

Bei einer flüchtigen Übersicht der übrigen Angelegenheiten, mit denen sich der Bie-nenzuchtverein bis zum Zweiten Weltkrieg befaßte, muß anerkannt werden, daßes ihm gelungen war, das Niveau der slowenischen Bienenhaltung auf das der an-deren Völker anzuheben. In erster Linie ist dies der Gründung von Zweigstellen mitGedankenaustausch auf Versammlungen, Kursen über die Weiselaufzucht, Vorträ-gen über ansteckende Krankheiten der Bienen, das Säen von Honigpflanzen usw.zu verdanken.

Für die Aufzucht von Rasseweiseln wurden Zuchtstationen eingerichtet, eine großeZahl von Beobachtungsstationen berichtete über die Verhältnisse und darüber, woeinzelne Pflanzen viel Honigertrag versprachen und zu welcher Zeit.

Der vereinseigene Bienenhandel versorgte die Bienenzüchter mit Stöcken, Bedarfs-geräten, Werkzeug und Mittelwänden, kaufte ihnen Honig und Wachs ab, verteiltebilligen Zucker für die Winterzufütterung usw. Der Wunsch nach einem eigenenVereinshaus regte zum Verkauf von Bausteinen" an. Mit den von den Mitgliedernund anderen Bienenzuchtliebhabern gesammelten Mitteln gelang es dem Verein,1935 in der damaligen Tyršstraße, heute Titostraße, ein Grundstück mit einem klei-nen Gebäude zu erwerben, das später zum Janšahaus( Janšev dom) umgebautwurde, in dem dann alle Vereinstätigkeit stattfand.

Der Slowenische Bienenzuchtverein war Mitglied des Bienenzuchtverbandes vonJugoslawien( Zveza čebelarskih društev) in Belgrad.

Trotz dieser Aktivitäten blieb noch Vieles offen. Das galt in erster Linie für die Bie-nenzuchtfachliteratur. Der Verein gab nämlich in mehr als vierzigjähriger Tätigkeitnur ein einziges Lehrbuch der Bienenzucht heraus, alle anderen Bienenzuchtfach-bücher, die in dieser Zeit erschienen, wurden von anderen herausgegeben und ver-legt. Der Verein bemühte sich auch nicht genug um die Gründund einer Bienen-zuchtschule und um ein wissenschaftliches Bienenzuchtinstitut, obwohl es dafürgünstige Voraussetzungen gegeben hätte.

Während des Zweiten Weltkrieges existierte der Verein zwar weiter, doch warenalle Kontakte zu Bienenhaltern außerhalb von Ljubljana unterbunden.