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Der Mensch und die Biene : die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst ; Begleitveröffentlichung zur Sonderausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde in Wien = Človek in čebela
Entstehung
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Geschichte der slowenischen Bienenhaltung

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nung erneut Prämien, diesmal im Wert von 25 und 50 Gulden, für Bienenhalter mit50 oder 100 Bienenstöcken ausgeschrieben.

Über die Prämien liegen im Archiv der damaligen landwirtschaftlichen Gesellschaftaus dem Jahre 1825 Berichte über Bienenhalter und die Zahl ihrer Bienenstöcke fürdie Kreise Bistra, Planina, Postojna, Prem, Senožeče und Vipava vor. In diesenKreisen gab es insgesamt 2700 Bienenhalter und 6380 Bienenstöcke. Die meistenhatten 2 bis 10 Stöcke, etwa fünfzig hatten über 20 Stöcke. Die meisten Bienen-stöcke gab es in den Kreisen Planina( 2797) und Bistra( 2082). Für andere sloweni-sche Gebiete liegen keine detaillierteren Berichte vor.

Im 18. Jahrhundert hatte der Bretterstock in Oberkrain den Trog schon völlig ver-drängt, aber auch fast überall sonst in Slowenien, wo Bienen nicht in Körben gehal-ten wurden. Für den Bretterstock machte in Oberkrain P.P. Glavar bis zu seinemUmzug auf das Schloß Lanšprež in Unterkrain Propaganda. Danach führte er die-sen Stock auf Vorträgen und mit praktischem Unterricht auch unter seinen Unterta-nen und bei anderen Bienenhaltern in Unterkrain ein. Er trat für Einheitsmaße desBienenstocks ein. Nach dem Jahre 1764 vergrößerte er besonders bei guter Buch-weizenweide seinen Rauminhalt durch Aufsätze, die damals auch in anderen Ge-genden Europas aufkamen.

Jože Lombergar, der spätere Benefiziat in Komenda, berichtet 1850 nach uns un-bekannten Quellen, daß jeder, der Bienen haben wollte, von Glavar einen Bienen-stock bekam. Ganz Oberkrain wurde seiner Bienen teilhaftig, die etliche tausendStöcke füllten. Wenn das zutrifft, ist es kein Wunder, daß in den Büchern von Jan-ša genau die Bienenstockmaße vorkommen, wie sie von Glavar propagiert wur-den. Auch Janša fuhr seine Bienen nämlich nach Sorško polje zur Weide, also indie Nähe von Komenda. Dort konnte er auch die Stöcke von Glavar sehen und ihreMaße abnehmen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts machten die Bienenhaltungstechnikund mit ihr auch die Bienenhaltungsart selbst eine schnelle Entwicklung mit. DerPole Johannes Dzierzon( 1811-1906) führte 1845 bewegliche Wabenleisten ein;dadurch wurde es möglich, einzelne Waben dem Stock zu entnehmen, ohne daßsie von der Stockdecke heruntergeschnitten werden mußten. J.M. Ehrenfels( 1767-1843) ersetzte die Wabenleisten durch Wabenrahmen, die in entspre-chenden Abständen in die Stöcke gehängt wurden und den Bienen als Waben-grundlage dienten. Stöcke mit solchen Rahmen werden bewegliche Wabenstöckegenannt. Dem Deutschen E. Mehring( 1815-1878) gelang es 1857, eine ausWachs gegossene künstliche Mittelwand mit eingeprägten Zellenansätzen herzu-stellen. Der Tscheche F. Hruška( 1819-1888) erfand 1865 eine Wabenschleu-der, die die Gewinnung eines vollkommen reinen Honigs ermöglichte ohne Zerstö-rung der Waben. A. Haneman stellte 1877 ein Absperrgitter her, das nur für Ar-beitsbienen durchlässig war, dadurch konnte das Gelege von den Honigwaben ge-trennt werden.