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Stane Mihelič
Es ist zwar nicht feststellbar, ob der ganze Honig, der in diesen Jahren durch Ljub-ljana ging, auch wirklich in Slowenischen Gebieten angekauft worden ist, und esgibt keinerlei Daten über den zu Hause konsumierten oder auf anderen Wegen ex-portierten Honig, doch kann nach den wenigen Berichten und Urkunden angenom-men werden, daß die obigen Zahlen für gute Jahre nicht zu hoch waren.
Wie lebhaft in dieser Zeit der Handel mit Honig und Wachs war, zeigt auch eine No-tiz aus dem Jahre 1753. Alle nach Ljubljana kommenden Waren, die weiterexpor-tiert wurden, mußten auf der Stadtwaage gewogen werden. Danach galt es eineVerbrauchssteuer zu entrichten. In diesem Jahr erfolgte aber der Erlaß, daß all Wa-ren auf der kaiserlichen Waage der höheren kaiserlichen Kanzlei auf Breg gewogenwerden sollten. Weil ein Honighändler 30 Zentner bzw. 1680 kg Honig auf derStadtwaage wägen ließ und die Verbrauchssteuer dort entrichtete, wurde ihm derganze Honig von Bütteln beschlagnahmt und erst nach einer Beschwerde zurück-gegeben.
Im Jahre 1755 kam es zu der Vereinbarung, daß auf der kaiserlichen Waage nurder Honig, der im Durchgangsverkehr nach Ljubljana kam, gewogen werden sollte,die Stadtwaage war für den in der Stadt verbleibenden Honig zuständig.
Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1744 geht hervor, daß alle Transitwaren vomWägen befreit waren. Gewogen wurde immer nur das Wachs, ob es nun in derStadt blieb oder nicht. Weil der Magistrat von Ljubljana auch weiterhin die Ver-brauchssteuer für den ganzen Honig eintrieb, der auf dem einen oder anderen We-ge nach Ljubljana kam und dann weiter nach Kärnten und Salzburg oder Deutsch-land transportiert wurde, beschwerten sich die Honighändler bei Hof und fordertendie Befreiung von diesen Abgaben. Die Bitte wurde jedoch zurückgewiesen mit derBegründung, daß die Stadt durch kaiserliche Privilegien das Recht auf eine solcheBesteuerung habe.
Die Bienenzucht in der Steiermark ist durch folgende Daten belegt: Im Jahre 1704führten die Soldaten der Militärgrenze, die gegen die Krutzi operierten, von derHerrschaft Beltinci 1679 Bienenstöcke( vermutlich Körbe) weg. Der Honigzehentdieser Herrschaft betrug im Jahre 1709 52 Zentner und 32 Libren. Beide Urkundenbefinden sich im Ungarischen Staatsarchiv in Budapest.
Nach dem Tod der Kaiserin Maria Theresia löste der neue Herrscher Josef II. dieBienenzuchtschulen auf, doch war die Regierung trotzdem um eine Förderung derBienenhaltung bemüht. Im Jahre 1783 wurde allen Kreisämtern auferlegt, daß siefür den Bienenzuchtunterricht unter dem Volk zu sorgen haben. Im Jahre 1785wurden in allen österreichischen Ländern Prämien für mustergültige Bienenhaltun-gen ausgeschrieben und zwar für jeden Kreis eine von 12 Gulden und eine von 6Gulden. Mit dem Hofdekret aus dem Jahre 1792 wurden diese Prämien wieder auf-gehoben. 1799 wurde ein neues Dekret erlassen, mit dem das Pflanzen vonLinden- und Akazienbäumen anempfohlen wurde. 1803 wurden mit einer Verord-