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Stane Mihelič
den Deckel mit einer Sägen in zwey Theile. Hernach wird mit einem alten Lumpenoder Hadern von Leinwand sowohl bey den Löchlein als bey dem Deckel hinein einRauch gemacht und damit so lang angehalten, bis sich alle Bienen in den hinter-Isten Theil des Stockes retiriren. Alsdann hebt man den halben Deckel auf, schnei-det den Honigseim aus und hinterläßt gleichwol in dem Hinterteil soviel, daß dieBienen den Winter über ihre Nahrung und Unterhalt daran geniessen können."
Die Bretterstöcke waren leichter zu handhaben, im Winter unterzustellen, im Som-men zur Weide ins Heidekraut und im Herbst zur Buchweizenweide zu bringen. Siehatten jedoch auch Nachteile. Im Winter waren sie kühler, im Sommer erhitzten siesich schneller. Es mußten deshalb solidere Bienenhäuser für sie aufgestellt wer-den. Gerade in dieser Zeit kamen sie zuerst in Pfarrhof- und Schloßgärten auf. All-mählich bildete sich die noch heute in Ober- und teilweise auch in Unterkrain typi-sche Form heraus. Ein solches Bienenhaus besaß schon P.P. Glavar.
In einigen slowenischen Gegenden, besonders dort, wo Holzmangel herrschteoder wo fremde Einflüsse stärker waren, kamen anstelle der Bretterstöcke die ausRuten geflochtenen Bienenkörbe auf( Oststeiermark), die an der Außenseite mit ei-ner Mischung aus Ton und Kuhdung beworfen waren. Später wurden sie vonStrohkörben verdrängt. In Rutenkörben werden in manchen Gegenden von Kroa-tien und Serbien noch heute Bienen gehalten, ab und zu kommen sie auch noch inder Oststeiermark vor.
Auch in Weißkrain war noch hie und da ein Strohkorb gebräuchlich. Dieser weichtjedoch in der Form stark von den steirischen ab; er wird wohl einen anderen Ur-sprung haben. Körbe werden unter Hausgiebeln aber auch im Freien und in Bienen-häusern aufgestellt. Zum Schutz gegen die Witterung werden die im Freien aufge-stellten mit Strohbünden geschützt. Die Bevölkerung der Oststeiermark wird denBienenkorb von den Deutschen übernommen haben, die von Weißkrain von denKroaten, doch sind kroatische Körbe anders in der Form. Von den Slowenen undKroaten wurden die Körbe mitsamt der Namen durch die Ungarn übernommen.
Die Zeit vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
Das achtzehnte Jahrhundert, die Zeit der Aufklärung, brachte Unruhe auf allen Ge-bieten der menschlichen Tätigkeit. In der Österreichischen Monarchie, zu der auchdie Slowenen gehörten, beginnt diese Zeit etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts,in der Regierungszeit der Kaiserin Maria Theresia.
Die Überzeugung, daß nur der Boden die Grundlage des Reichtums des Staates bil-det, bewog die Regierung zur Verbesserung des Kulturniveaus und der materiellenLage derjenigen, die den Boden bestellten, also der Untertanen. Die Regierung be-schränkte deshalb die Fron und einige Privilegien von Feudalherren, verschärfte dieKontrolle über die Steuereintreiberei usw. Um das Kulturniveau des Bauern anzuhe-