Geschichte der slowenischen Bienenhaltung
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send Zentner" jährlich. Die Entwicklung der Bienenzucht wurde auch durch einen1602 auf die Beschwerde der krainischen Städte hin von Erzherzog Friedrich her-ausgegebenen Erlaẞ günstig beeinflußt, mit dem Bürgern das Recht des Handelsmit Honig, Wachs und Wachserzeugnissen und Bauern der Handel mit Honig undWachs zugebilligt wurde. Mit Honig wurde nur vier Monate im Jahr gehandelt, imNovember, Dezember, Januar und Februar. Nur in dieser Zeit wahrscheinlich dar-um, weil der Honig wohl nur im Herbst aus den Stöcken entnommen wurde.
Zweifellos war der Handel mit Honig und Wachs sehr wichtig, was in der Verlei-hung von Monopolrechten durch den Herrscher zum Ausdruck kommt.
Etwa im 15. Jahrhundert, vielleicht auch schon etwas früher, wurden die Tröge all-mählich von Bretterstöcken verdrängt, die„ truge" genannt wurden. Dieser Über-gang wird durch die Entwicklung der Sägewerke begünstigt worden sein. Die er-sten Wassersägewerke werden in Slowenien im 14. Jahrhundert erwähnt. Aus die-ser Übergangszeit von liegenden Stämmen bzw. Trögen zu Bretterstöcken liefert„ Die Ehre des Hertzogthums Crain" aus dem Jahre 1689 den ersten Originalberichtüber die Bienenzucht in Krain. Hier nur ein kurzer Ausschnitt:
Man hat hier zu Lande eigene Bienen- Häuslein, drein man im Frühling und zwar ge-meinlich am Palm- Sonntag die Bienen- Stöcke setzt und derselben Löcher eröffnet.Wann sie hernach im Sommer schwärmen, so nimt man eine eiserne oder küpffer-ne Pfanne, schlägt darauf mit einem Stäblein und pfeifft auch dazu mit dem Maul:so setzen sich die Bienen auf einen Baum oder Stauden zusammen in einen Klum-pen wie eine Kugel. Alsdann nimt man eine lange viereckte von Brettern zusam-mengeschlagene Truhen oder aber einen von faulem Holz ausgehölerten Stock.Solche Truhen bestreicht man ein wenig mit Honig, vernagelt hernach darauf denDeckel und schmiert gleichfalls etwas Honigs dran bey dem Kleinen Loch. Fol-gends wird solche Truhe oder Bien- Stock an den Baum gebunden also daß daskleine Loch gerad zu den Bienen sich fügt und sie schier berührt. Also läßt man denBienstock stehen. Worauf die Bienen allgemach von sich selbsten alle miteinanderdurch das kleine Loch in den Bienstock gehen. Welchen man hernach in dasBienen- Häuslein zu den andren Stöcken hinstellt.
Oft schwärmet ein Bienstock zwey- oder drey-, ja wol gar viermal. Denn die Bienenziehen in einem Sommer drey oder viermal Jungen: und von selbigen Jungen giebtder erste neue Stock wie auch andre wiederum Junge: daß man also in einemSommer biẞweilen von einem Stock sechs Stöcke bekommt; wiewol jemaln vonmanchem auch kaum einen oder wol gar keinen. Im Herbst nimmt man nach Mi-chaelis den Honig draus. Denn was zwey- oder dreyjährige Bienstöcke seynd, diethut man auf und den Honig samt den Bienn heraus und zerdruckt alles mitei-nander...
Ebenso verfährt man auch mit den neuen. Jedoch läßt man die meiste jungeStöcke gantz, wann sie leicht seynd: wofern sie aber schwer, schneidet man oben