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Die nicht häufigen Hängekästchen
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meist waren eingebaute Wandschränkein Gebrauch sind von kleinen Dimensionen ca. 0'50: 0'57 m, eintürig, zwei-feldrig; die Ecken weisen nicht selten schmale Gitterstabfüllungen auf.
Bei den Betten ist ein älterer und jüngerer Typus zu unterscheiden. Dieältere Form ist das Himmelbett; der vierfeldrige, von einer ausgeschnittenenKranzleiste eingefaßte Himmel ruht oben direkt auf dem geradlinig abge-schlossenen hohen Kopfbrett, unten mittels gefaster Stützen auf dem Fußbrettauf. Die Gliederung des Kopfbrettes ist wie bei den Truhen dreiteilig, dasFußbrett folgt im Dekor bald dem Himmel, bald dem Kopfbrette. VollständigeExemplare sind äußerst selten, da man, wie mir in Alpach erzählt wurde,diese unbequemen Möbel schon vorzeiten zusammenhackte oder in Aufsatz-
Fig. 34. Alpacher Stühle.
betten verwan-
delte. Für denjüngerenTypus
-er gehört derzweiten Hälftedes 18. Jahr-hunderts anist der bis 80 cmhohe, an denKonturen aus-
geschnitteneund meistdurch einen
Zahnschnitt-
bogen abge-
schlossene Kopfbrettaufsatz charakteristisch. Beide Arten sind zweischläfrig( doppelspannig), ca. 1 · 80 m lang und 124-136 m breit. Die Höhe schwanktzwischen 1'72 und 1'90 m.
Die Tische unterscheiden sich in nichts von dem in Deutschtirol allgemeinenTypus, dessen schräg gestellte und durch Leisten verbundene Füße hufähnlichauslaufen. Daneben finden sich solche mit geraden oder Baluster- Füßen und be-sonders in Wirtshäusern große Wandklapptische.
Auch von einem Alpacherstuhltypus kann, obwohl das häufig geschieht,nicht gesprochen werden. Wie überall in Tirol findet sich die ältere niedrigeArt mit halbrunder, in Voluten endender Rücklehne und geschnitzten Sprossenund die jüngere mit konturierter Brettlehne nebeneinander.( Abbildung 34.)
Im übrigen ist nach mittelalterlicher Sitte die feste Bank noch immer dasHauptsitzmöbel.
Was den Alpachermöbeln ihre Eigenart verleiht, ist aber nicht die Form,sondern die Bemalung und zwar die Bemalung mit Leimfarben auf den Holz-grund ohne Grundierung. Zell hat für das bayrische Hochland die richtigeBeobachtung gemacht,„ daß in älterer Zeit vor dem Rokoko die Möbel, auchTüren und Täfelungen natura gelassen und mit schwarzem Linienornament
1 Ein stark ergänztes und neu bemaltes Exemplar von 1734 im Museum; zwei zusammengeschnittene von1722 und 1724 beim Antiquitätenhändler Rainer.