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Fig. 14. Ansicht des Schlosses Seebenstein. Nach einem kolorierten Stiche vonA. Köpp von Felsenthal.
von Österreich), Großherzog Karl August von Weimar( Pant auf Weimar),Wilhelm Prinz von Preußen( Wilhelm der Brandenburger) und Leopold Prinzvon Sachsen- Koburg, der spätere König der Belgier( Friedrich der Streitbarevon Meißen), als Ehrenritter gesellten, weiters viele Mitglieder des Hochadelsals Würdenträger, Oberschöppen, Schöppen und Ritter oder als turnierfähigeKnappen Aufnahme fanden, auch heilige, der Liebe zum Vaterlande geweihteZiele, wie dies durch den Wahlspruch der Ritterschaft„ Alles für Gott, Kaiser,Österreich und Freundschaft" zum Ausdruck kam.
Eine originelle Figur auf Seebenstein war Burgvogt Kuno, das Faktotum derGesellschaft. Seine phantastische Vorliebe für deutsches Ritterwesen, welcheselbst bis in sein Alltagsleben reichte, seine umfassenden Kenntnisse von demKulturleben im 15. und 16. Jahrhundert machten ihn zum fähigsten Mitgliedder Vereinigung. Er hieß eigentlich Josef Schnepfleitner, wurde 1761 zu Zellin Salzburg geboren und kam 1808 nach Wien, wo er längere Zeit als Statistund Garderobier am Theater an der Wien beschäftigt wurde. Das Jahr 1815sieht ihn dann in Seebenstein, wo er die Stelle eines Burg- und Hausvogtesübernahm. Schnepfleitner war ein Tausendkünstler. Seine Fähigkeiten, seineSchwärmerei für das Ritterwesen und vornehmlich seine Unerschöpflichkeitin der Erfindung schauerlicher Sagen sowie sein unbeschreiblicher Hang fürGespenstergeschichten und zum Aberglauben lassen in ihm den intellektuellenUrheber der Wahrsagekarten vermuten.