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sind durchweg blau in Perlstich ausgeführt und richten sich zart mit wechsel-ständigen Krabben bis etwa zur Mitte des Kandelabers auf. Der obere Teil istohne Verbindung mit dem unteren und dem Stamm. Die Füllungen liefern zu-nächst zwei Paar Pfauen im Profil. Zu diesen vier Vögeln kommen noch zweikleine Schopfvögel über dem Ursprung der Ranken und ein paar Hähne obenzu seiten der mit einem kleinen blauen Kreuz gekrönten Spitze des Kandelabers.Sie schreiten wie kampfbereit aufeinander zu. Alle Vögel reich in den ver-schiedenen Farben und Techniken ausgeführt. Im übrigen sieht man die Rankengefüllt mit Blütenmotiven mannigfaltiger Form. Zu seiten der Vase sehe ichdas Mandelmotiv in halbmondförmigem Kelch, dann kleine Palmetten ver-schiedener Art zumeist hängend, seltener stehend, am Stamm übereinanderrosetten- und weinblattartige Gebilde. In der Hauptsache aber große Palmettenvon fünferlei Art: 1. Oben zu seiten der Spitze nach außen gerichtet ein Paarmit schräg gestellten Kelchblättern, durchbrochener Mitte und einer Krone mitSilberfüllung zwischen Palmettenlappen. Das gleiche Paar auch unten überden Pfauen einmal nach außen gerichtet und einmal nach dem Stamm, dortder Kelch mit Hakenlappen auf dreieckigem Boden. 2. Unter der Spitze alszweites Paar Vierpaßmotive mit Silberfüllung; sie wiederholen sich über demPfau unten an der Spitze der unteren Ranke. 3. Unter den Motiven 1 und 2am Stamm die richtige Vollpalmette, die sich auch unter dem Pfau unten wieder-holt. 4. Die Glockenpalmette in der Richtung des Schwanzes des unteren Pfaues,hervorwachsend aus kreisförmigem Kelch. 5. Eine seltsame Variante der Pal-mette erscheint paarig unterhalb des oberen Pfauenpaares sowie zu beiden Seitendes Kelchstieles, nicht unähnlich Schwalben, die in Aufsicht nach abwärts fliegen.Diese breit ausladenden Wunderbäume werden auf der blauen ranken-ansetzenden Grundlinie, auf der sie stehen, begleitet von Wundertieren. In denEcken unten geflügelte Löwen, die den Kopf zurückwenden und die Zungeherausstecken; dann unter dem Baume links ein aufspringender Greif mit Ranken-schweif, hinter ihm ein Hase. Gegenüber ähnlich aufspringend ein Hirsch, imGegensatz zu den anderen durchbrochen gearbeiteten Fabeltieren mit Silbergefüllt. Greif und Hirsch gehören zu der Jagdszene, die den engen Raumzwischen den Randbäumen füllt. Wir sehen je drei Reiter in zwei Reihen nachrechts abwärts reiten, immer einer mit einem Falken, der nächste mit einemroten Stiel und blauem Ende in der Hand. Die Pferde( in Durchbrucharbeit)galoppieren, die Reiter halten in der Rechten den Zügel. Sie sitzen auf ab-wechselnd blauen und weißen Sätteln in weiß- oder blauumrissenen Silberröckenmit weißen oder blauen Hosen(?). Die Gesichter sind en face, die Mützen vonder Seite gesehen, der ganze Kopf weiß. Die Hunde, die sie begleiten, Schwarz-oder Rotsilber mit weißen oder blauen Konturen. Ein Fußgänger, mit demSchwert zur Seite, hält einen Falken auf der rechten Hand und hat einenanderen von der linken fliegen lassen. Unter ihm durch einen Hund und Vögelgetrennt zwei Pistolenschützen, die sich, gekleidet wie die Reiter, gegen denGreif wenden. Hinter ihnen ein großes aufspringendes Tier in Durchbrucharbeit,Hunde, ein Steinbock bzw. eine Gazelle(?).
Es bleibt als drittes Hauptmotiv das Haus. Auf weißer Grundlinie hebt essich zwischen blauen Ranken empor. Silberpfosten tragen ein durchbrochenes,