war Führer des ersten Evakuationszuges aus Saratowam 4. Mai 1918. Die Türken kamen erst später indie Heimat zurück. Durch Zufall erhielt ich im Herbst1918 von einem Schriftstück Kenntnis, das die Sara-tower Internierten an das Auswärtige Amt in Berlin ausihrer Heimat mit einer Anfrage über meinen Verbleibgerichtet hatten, das aber, wie so vieles andere, unbeant-wortet blieb.
Es sind zwölf Märchen und Erzählungen, die ich vonDeli Mehmed oghlu aufgezeichnet habe.
Vielseitige Anregung erfuhr ich von einem der wenigenin Saratow internierten türkischen Ärzte, von Dr. Nu'mânEfendi, der, bei Sarykamysch gefangen, zuerst in Dauriaan der chinesischen Grenze interniert war, längere Zeitin Saratow weilte, bis ich ihm schließlich zur Flucht andie deutsche Grenze behülflich sein konnte. Eine Fluchtüber den Kaukasus hatte sich als unmöglich erwiesen,seitdem die Bolschewiken dazu übergegangen waren, dieGrenzkontrolle den Armeniern, den geschworenen Feindender Osmanen, zu übertragen. Besonders war mir Nu'mân,der eine Zeitlang bei mir wohnte, durch sein Interessefür die türkische Geschichte und seine persönliche Ver-lässigkeit wert geworden. Er diktierte mir neben Liederngelegentlich das Märchen über die Schlechtigkeit derFrauen, das er als Kind einst zu Hause hatte erzählenhören, und das ihm durch seinen Inhalt unvergeßlich ge-blieben war. Nu'mân stammte aus Rumelien und warväterlicherseits serbischer Herkunft.
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Die Texte selbst gedenke ich gelegentlich zu publi-