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Wie kann man nur dazu forschen? : Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie
Entstehung
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Christine Bischoff/ Cornelia Renggli

generiert und zur Verfügung stellt. Themen, Theorien, Perspektivenund methodische Zugänge erfahren auf diese Weise eine Inwertset-zung und werden zur wissenschaftlichen( Selbst-) Autorisierung undLegitimierung nach außen gebraucht. Aber auch nach innen hat diePublikationstätigkeit eines Faches eine zentrale identitätsstiftendeKraft, da kommunikativ verhandelt wird, welche Gegenstandsberei-che, Wissenschaftskonzepte und-praktiken als angemessen geltenbeziehungsweise sich durchsetzen.

Zu solchen Leitmedien einer Disziplin gehören etwa diehäufig im Auftrag der größeren Fachverbände herausgegebenen Zeit-schriften. Im Falle der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie sind dasbeispielsweise die Zeitschrift für Volkskunde der Deutschen Gesell-schaft für Volkskunde, die Österreichische Zeitschrift für Volkskundedes Vereins für Volkskunde in Wien beziehungsweise das Schweize-rische Archiv für Volkskunde der Schweizerischen Gesellschaft fürVolkskunde, in denen jeweils wichtige Abhandlungen, Debatten, For-schungsberichte und Miszellen veröffentlicht werden. Auch die wis-senschaftlichen Kommissionen als organisatorische Untereinheit derFachverbände leisten mit ihren thematisch enger gefassten Publikati-onsreihen einen zentralen Beitrag zur Publikationstätigkeit im Fach.Dasselbe gilt für die Buch- und Zeitschriftenreihen der einzelnenInstitute, die auf diese Weise nicht nur Ergebnisse von Forschungs-projekten oder Tagungen, sondern auch Studien auf den verschiede-nen Qualifikationsstufen wie Habilitationsschriften, Dissertationenund Masterarbeiten veröffentlichen und damit sowohl den Arbeitenvon etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als auchdes wissenschaftlichen Nachwuchses Sichtbarkeit verschaffen. Einbedeutendes Instrument zur Verbreitung von Informationen aller Artsind zudem die verschiedenen Newsletter und Mailinglisten. Für dieVolkskunde/ Europäische Ethnologie ist hier vor allem die[ kv]-Mai-lingliste zu nennen, die aktuelle Hinweise auf Tagungen, Ausstellun-gen und Veranstaltungen, Projekte und Kommissions- Aktivitäten etc.liefert und damit sowohl fachintern wie öffentlich über kulturwissen-schaftlich- volkskundliche Themen informiert.18

18 Die[ kv]-Mailingliste ist ein Dienst des Instituts für Sozialanthropologieund Empirische Kulturwissenschaft( ISEK)- Populäre Kulturen derUniversität Zürich/ CH im Auftrag der dgv.