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Timo Heimerdinger/ Marion Näser- Lather
Ebenso in Bezug auf den Begriff„ Verantwortung“: dieserist schnell verwendet und scheint auch schnell konsensfähig. Werwollte nicht Verantwortung und Verantwortlichkeit als wichtigerachten? Aber was bedeutet dies eigentlich konkret und im Einzel-fall? Die Haftbarkeit für etwaige Weiter- und Andersverwendungender Ergebnisse? Oder etwa die Forderung nach einer Art kulturwis-senschaftlichen Folgenabschätzung im Sinne von – noch ein neuerBegriff einer responsible science25?
Wir freuen uns jedenfalls, dass es in den kommenden Tagendie Gelegenheit gibt, über all dies ausführlich und ohne Schere imKopf nachzudenken. Denn selbst wenn wir meinen, einzelne The-men abwehren, links oder rechts liegen lassen zu müssenkussion darüber, wieso wir dies tun, sollten wir unbedingt führen.
die Dis-
25 OeAD- GmbH( Hg.): Responsible Science- gemeinsam Verantwortungübernehmen. Wien 2015. Online unter: http: //www.responsiblescience.at/( Zugriff: 11.6.2018)- Es stellt sich beispielsweise die Frage: Verant-wortlich wofür? Ist Nützlichkeit/ Sinnhaftigkeit gemeint? Vermeidungvon Missbrauch z. B. Vereinnahmung der Ergebnisse für„ das Falsche"oder Verantwortlichkeit im Kontext von Verwertungslogiken?