Hiltraud Ast
Waldarbeit im Wandel
Waldbauernmuseum- ein Museum der Alltagsarbeit
Seit 1951 sammelte Wilhelm Ast, Sekretär der BezirksbauernkammerGutenstein, Objekte der Volkskultur. Diese Dinge, geschmückter Hausratund Devotionalien, wurden früher vielfach beim Umbau der Bauernhäu-ser achtlos weggeworfen. So entstand im Privathaus eine volkskundlicheSammlung konventioneller Art. Seit 1960 brachte Wilhelm Ast, auf Dienst-fahrten, meist begleitet von Gattin Hiltraud Ast, geborene Hornung, mehrund mehr Werkzeug nach Hause, zunächst solches mit Verzierung, baldaber auch einfache Geräte und Vorrichtungen zur Holzbearbeitung.
1965 wurden aus dieser Sammlung alle Gegenstände ausgegliedert, diemit den holzverarbeitenden bäuerlichen Nebengewerben zu tun habenund in der gegenüber liegenden Alten Hofmühle untergebracht.
Die abwechslungsreichen Innenräume dieses Gebäudes erlaubten dieGliederung des gesammelten Materials nach den einzelnen Gewerben.Für die Darstellung der Produktion von Holzkohle, Kalk, Harz, sowieSchindeln und Binderwaren, von Schnitt- und Bauholz usw. stehenjeweils ein Raum oder eine Nische zur Verfügung.
Die Geräte samt zugehörigen Erzeugnissen und Transportmitteln- durch-wegs Schenkungen vermehrten den Bestand von 230 auf jetzt 2.300Stück. Die Sammlung ist durch die Fotosammlung Volksleben( 2.400Stück), durch rund 15 Dokumentarfilme und mehrere Fachbücher erschlos-sen und wurde zur Gänze digital erfasst.
Die bei der Museumsgründung getroffene Auswahl war also von vorneherein auf das Arbeitsleben, den Alltag der Bewohner des Schneeberg-Gebietes ausgerichtet und entspricht daher bestens dem Thema ALLTAG.
Mechanisierung der Forstwirtschaft
Hatte sich die Industrialisierung in der Landwirtschaft sogar schon vordem Ersten Weltkrieg angebahnt, so kam die Mechanisierung der Forst-
207