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Alltagskulturen : Forschungen und Dokumentationen zu österreichischen Alltagen seit 1945 ; Referate der Österreichischen Volkskundetagung 2004 in Sankt Pölten
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Editha Hörandner

Vom Umbruch bis zum StaatsvertragAlltagsbewältigung 1945 bis 1955 in der Steiermark

Wie es zum Projekt kam

Der Direktor des. Landesmuseums, Dr. Assmann, hatte vor langerZeit eine Idee: Der Alltag von 1945 bis 1955 sollte aus der Sicht derVolkskunde, speziell aus der Perspektive der Museen, aufgearbeitetwerden. Er rief auch weithin dazu auf, sich an diesem Projekt zu beteili-gen. Aber kurz danach wurde die zeitliche Perspektive von seiner Seiteausgeweitet: nun sollte die Alltagskultur seit 1945 bis zur Gegenwart dar-gestellt werden.

Ich hatte die ursprüngliche Idee aufgegriffen und ein dreijähriges, vonder Steiermärkischen Landesregierung gefördertes Projekt beantragt undgenehmigt bekommen. Ein Team von jungen und älteren StudentInnenund AbsolventInnen war an der Ausführung beteiligt. Das Projekt umfasstedie Arbeitsetappen der Materialsammlung, deren Analyse und Interpreta-tion( abgeschlossen) und einer Ausstellung( im Ausstellungsraum desInstituts), begleitet von einem Workshop( 26. Oktober 2004). EinePublikation in Buchform wird 2006 vorgelegt.

Lebensgeschichtliche Interviews und unveröffentlichte Fotos bilden denKern des Materials. Darüber hinaus war die Thematik auch Gegenstandzweier von mir geleiteter Lehrveranstaltungen, nämlich einesPrivatissimums für DiplomandInnen und DissertantInnen und einerzweisemestrigen Fotodokumentation.

Wir fühlen uns nach wie vor als Teil des gesamtösterreichischen Unter-nehmens zur Erforschung der Alltagskultur, allerdings als Teil sui generis.Der Start ging von einem Museumsdirektor aus und war a priori stark aufmuseale Kategorien abgestellt. Museen leben von Objekten, die sie sam-meln, bearbeiten, archivieren und präsentieren. Natürlich sind die Objek-te in ein sozioökonomisches und kulturelles Umfeld einzubetten, einAuftrag, dem in zunehmendem Maß nachgekommen wird. Aber denAbsichten sind leider durch die Rahmenbedingungen Grenzen gesetzt.Spezielle Zielsetzungen wie die vorliegende sind diesbezüglich besser

dran.

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