Christiane Thenius
Schätze aus der Hosentasche
Dokumentation von Alltagskultur von Kindern
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Sammlungen nicht nur an Museen- spiegeln die Beziehungen desMenschen zu seiner Umwelt, zu seiner Kultur wider.
Das kindliche Sammeln schließt unmittelbar an einen Urtrieb an: schein-bar wertlose Gegenstände aller Art sind für Kinder wichtige Mittel zumBEGREIFEN der Welt, zum Spielen und Experimentieren. Gegenständewerden angesehen, geprüft und geordnet. Jede beliebige Form eines Ge-genstandes kann Anlass ästhetischer Betrachtung sein, ¹ denn emotionaleFähigkeiten und Bedürfnisse, Lebensgefühl, Denkweise und Weltbild derKinder unterscheiden sich von der Erwachsenenwelt. Das ästhetischeSammeln ist auch als eine Form des kindlichen Spiels zu begreifen.²Sammeln, Ordnen und Erforschen sind auch wichtige Tätigkeiten imMuseum.
Tom Saywer ,, leerte seine Taschen und musterte seinen irdischen Besitz:zwei alte Federn, einen Bleistiftstumpf, Murmeln, Bindfaden." erfahrenwir von Mark Twain für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.³
Und welche Schätze haben Kinder zu Beginn des 3. Jahrtausends in ihrenHosentaschen?
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Das ZOOM Kindermuseum Österreichs erstes Hands- On- Museumermöglicht es Kindern, im Rahmen von Mitmachausstellungen und Work-shops mit allen Sinnen zu forschen, zu erfahren und zu lernen. ZOOMdefiniert sich primär durch seine BesucherInnen- die Kinder.+
1 Martin Lenz- Johanns: Kindliches Sammeln als ästhetische Vor- Erfahrung? In:Dagmar von Kathen u. Wolfgang Zacharias( Hg.): Initiative Kinder- und Jugend-museum. Ein neuer Ort kultureller Bildung in der Stadt. Unna 1993, 43-58, hier S. 55.² Petra Schütz- Pazzini: Von der Magie des Sammelns. Warum Kinder sammeln undwarum interessiert dies Erwachsene? Vortrag ,, Museum im Kopf" Wien. Januar 2000.Das Manuskript des Vortrages habe ich dankenswerterweise von der Autorin erhalten.3 Mark Twain: Die Abenteuer des Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Müchen, Zürich1978, S. 18.
4 Franziska Abgottspon: Verstaubte Museen? Sozialpädagogische Impulse, Jg. 2003,H. 1, 26f.
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