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Unteritalien.
Wir schließen unsere Abhandlung mit dem Hinweise auf einige charak-teristische Berührungspunkte mit dem Westen, so z. B. auf die KulthöhlenUnteritaliens. Auch in diesem Falle wäre es nur zu begrüßen, wenn einhei-mische Forscher das Thema aufgreifen würden, um es in einer besonderenUntersuchung darzustellen. Es läge hier bestimmt eine lohnende Aufgabe vor.Wir beschränken uns auf die Namhaftmachung einiger von uns persönlichbesuchter heiliger Grotten.
Zumindest während zweier Zeitperioden hat griechischer Volksglaube aufden unteritalienischen nachhaltig eingewirkt. Das erste Mal in der Antike zurZeit der griechischen Kolonisation. Das zweite Mal in christlicher Zeit, alsdie Basilianer im 8. Jahrhundert sich hier niederließen und verschiedene Hei-ligtümer gründeten.
Die älteste und ehrwürdigste aller Grotten ist diejenige des heiligen Michaelauf dem Monte Gargano. Der Lokalhistoriker Giovanni Tancredi schreibt dar-über folgendes:„ Le tre Apparazioni dell'Arcangelo sul promontorio del Gar-gano debellano il culto pagano. Siamo convinti, per le valide ragioniaddotte altrove, che la caverna garganica fu dimora dell'uomo primitivo Glossar ::: zum Glossareintrag primitivo, edin essa fiorirono il culto di Apollo ed i celebri oracoli die Calcante e Poda-lizio, l'uno in cima al famoso colle Drione, l'altro fabbricato alle radici deldetto colle103).
Demnach wurden im Altertum an dieser Stelle außer dem Apollo zweiausgesprochen griechische Volksgottheiten verehrt, die mit dem Weinbau zutun haben und die man nach ihrer Funktion am besten als den göttlichenKeltertreter und den göttlichen Rebenschneider bezeichnen könnte. Schonin sehr früher Zeit wurde das antike Heiligtum dem christlichen Kult geweiht,der jedoch eine Reihe außerordentlich charakteristischer, alter Volksbräucheübernahm. Die Christianisierung vollzog sich auf dem Wege der Legende,welche von drei bzw. vier Erscheinungen des Erzengels Michael zu berichtenweiß. Die erste fand am 4. Mai 490 statt. Ein helles Licht überglänzte denGipfel des Monte Gargano und darüber erschien ein kriegerischer Engel inseiner ganzen Majestät. Ein riesiger Stier wurde beobachtet, der vor der dar-unterliegenden Höhle kniete und unbeweglich längere Zeit in Gebetsstellungverharrte. Gegen Mittag desselben Tages( es war ein Sonntag) erschien einreicher Grundbesitzer aus Sipont, von seinen Angestellten begleitet. Er hatteseinen schönsten Stier verloren und bereits jede Hoffnung, ihn wieder zufinden, aufgegeben. Nun entdeckte er ihn vor der Höhle und schoß im Zorn
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