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Peregrinatio neohellenika : Wallfahrtswanderungen im heutigen Griechenland und in Unteritalien
Entstehung
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und Stühle hineingestellt haben, befindet sich im Erdgeschoß des Kloster-traktes. Dieselbe Inkongruenz ist in dem jenseits der Kirche gelegenen, mitdem Kloster durch eine offene Betonterrasse verbundenen Hotelteil zu spü-ren. Breite Stiegenhäuser mit schönen Fliesen, Fremdenzimmer mit großenFenstern, aber vollkommen verwahrlost und verschmutzt, mit Touristenbet-ten primitivster Glossar ::: zum Glossareintrag  primitivster Art ausgestattet, dazu verwahrloste Waschgelegenheiten. DieKirche selbst, die als einzige den Brand überdauert hatte, steht zwischen denbeiden Gebäudeteilen und ist in eine tiefe Grotte hineingebaut. In ihr wird einberühmtes Gnadenbild verehrt. Es handelt sich um ein Bildnis der Mutter-gottes mit dem Kinde, dunkel von altem Mastix. Von ihm werden zwei Le-genden erzählt: Eine Schäferin aus königlichem Geblüt namens Euphrosynesoll es im achten Jahrhundert gefunden haben, wo es durch wundersamesLeuchten seinen Fundort verraten habe. Eine andere Legende jedoch will wis-sen, daß es sich bei jenem Gnadenbild um ein sogenanntes Lukasbild handle,vom Evangelisten mit eigener Hand gemalt. Die zweite Legende gibt sich da-her zuweilen als die Wiederauffindungslegende eines älteren verborgenen Bil-des. Es wird ferner erzählt, daß einstens die Türken das Kloster vernichtenwollten und zu diesem Zwecke einen großen Felsen herabzustürzen versuchten,was ihnen jedoch nicht gelungen sei. Zudem sei es bei ihrem Ansturm finstereNacht geworden, so daß sie nichts mehr hätten sehen können. Während desUnabhängigkeitskrieges soll das Bild wiederholt gesprochen und geweint ha-ben. Auf dem Boden des Kirchenschiffes erblickt man in Mosaiken die Dar-stellung der Sonne, des Mondes und des Doppeladlers als des Symboles derbyzantinischen Kaiser, die jenes Kloster reich beschenkt hatten. Die Kirchereicht weit in die Höhle hinein, erfüllt sie jedoch nicht zur Gänze, und istrückwärts gegen die Wand der Höhle vollkommen abgemauert. Man kannvom Kloster aus in den rückwärtigen Teil der Höhle gelangen, der immernoch eine respektable Tiefe besitzt. Vor dem wundertätigen Bild hängt linksein Wandkasten mit Schmuck und silbergeprägten Tammata, Darstellungenvon Männern, Frauen, Armen, Beinen und Augen. Neben der Kirche betrittman durch eine kleine Pforte die Schatzkammer, wo sich alte Ikonen befinden,die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen; auch viele kostbare Reliquiare sindvorhanden, ein Kopfreliquiar sowie Arm- und Beinreliquiare.

Den Hinweis auf eine wenig bekannte Kultgrotte, in der auch heute nochSpeiseopfer dargebracht werden, verdanken wir Freund Leopold Kretzenbacher,Graz, der sie während des letzten Krieges entdeckte. Sie liegt im südöstlichenZipfel der Peloponnes, in der Nähe der Stadt Monemvasia. Gegenüberdem mächtigen Inselfelsen, der die Überreste der mittelalterlichen Venezianer-festung trägt, verläuft längs der Küste des Festlandes eine lange Felsengalerie,von welcher aus sich eine breite Geröllhalde bis unmittelbar zur Küste nieder-senkt. Dort befindet sich jene, dem heiligen Johannes Prodromos geweihteHöhle. Die Felsspalte, in die jene Kultstätte eingezwängt ist, kann man schonvon weitem erkennen, da die umgebenden Felsränder weiß getüncht sind.

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