dieses selbst, sowie ein ausgesetztes Rettungsboot mit den gleichfalls in Holzgeschnitzten Überlebenden darin. Neben verschiedenen, mehr in primitiver Glossar ::: zum Glossareintrag primitiverArt aus Holz und Blech hergestellten Schiffs- Votiven, fanden wir noch einsorgfältig in Holz geschnitztes Kriegsschiff von etwa 50 cm Länge und einennoch originelleren, blau angestrichenen Personendampfer von 40 cm Länge,auf dessen Herstellung äußerste Sorgfalt verwendet worden war. Nichts daranwar vergessen; von dem kleinen eisernen Anker angefangen über die Miniatur-Rettungsboote, der kleinen hölzernen Anlegeleiter bis zu der aus feinenDrähten hergestellten Takelage. Vorne am Bug stellte eine kleine Holzfigurvon etwa 4 cm Höhe den Kapitän dar; weiter hinten, am Steuerrad, stand ingleicher Ausfertigung der Steuermann. Die Arme der beiden Figuren warendabei aus kleinen, eingesteckten, am Rande sägezähneartig ausgezackten Holz-spreiẞelchen angefertigt. In der Votivkammer befanden sich ferner noch einprimitiv Glossar ::: zum Glossareintrag primitiv gearbeitetes Flugzeugmodell aus Holz mit Widmung von 1953, einigeseltsame Meerestiere, darunter ein fliegender Fisch, ferner eine Votiv- Flaschen-post, welche von einem aus Marseille stammenden Matrosen ins Meer ge-worfen und wunderbarerweise am Bestimmungsort an Land geschwemmt wor-den war. Sie bestand aus einer Blechdose, welche in weißen Ölfarben denAbsender und Empfänger nebst Widmung aufgemalt trug; im Inneren derDose habe sich eine Geldspende befunden. Eine Reihe anderer Votive, auf diewir später noch zurückkommen werden, fanden wir einige Tage später im Se-kretariat des Klosters Panormitis im Dorfe Symi.
Wir verbrachten die Osternacht als Gäste des Klosters. Vor dem Abend-essen machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Klostergarten.Um 7 Uhr wurde in einem einfachen Speisezimmer neben der Kirche zu Abendgespeist, wobei wir als Gäste die Plätze neben dem Igoumenos erhielten. Dader Karsamstag noch als Fasttag gilt, gab es nur eine Reissuppe mit Brot undOliven und Kaffee. Man ging bald zu Bett, da ja die nächtliche Oster- Liturgieden Schlummer in zwei Teile auseinanderreißt.
Bald nach Mitternacht weckten uns harte Schläge auf die Kirchenglockezum mitternächtlichen Gottesdienst. Da das Kloster ganz in der Einsamkeitliegt, waren nur die Angestellten des Gutes anwesend, es dürften insgesamtkaum mehr als zwölf Personen zur Feier versammelt gewesen sein. Die beidenGeistlichen amtierten als Presbyter und Diakon. Der Gottesdienst begann baldnach 12 Uhr und wurde mit der Rezitation von Psalmeu eingeleitet. Gegen1 Uhr fand die feierliche Auferstehungsprozession statt, wobei die Kirche vonPriester und Volk außen dreimal umschritten wurde. Alle trugen Kerzenin der Hand und die Glocke wurde mit voller Kraft geschlagen. Einer derjüngeren Anwesenden brachte einige Böller zur Explosion; man lärmte, so gutes mit den bescheidenen Kräften möglich war. In den Städten ist der Spektakelin der Osternacht noch weit größer. Nach Schluß der Prozession wurde dasOster- Evangelium aus dem mitgetragenen Buch draußen im Klosterhof ver-lesen. Während dieser Zeremonie war die Kirchentür fest verschlossen, wobei
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