Druckschrift 
Studien zum griechischen Volkslied
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Wer will zuhören und wer will erfahren,das arme Wien, wie es verloren ging.Wo Herrschaft führte ein mannhafter König,in Ost und West war er wohl angesehen.5 Er geht in alle Länder und verkündet,

daß das arme Wien, das seine Zierde war,daß das arme Wien, das seine Zierde war,daß es ihm wegnehmen wolle der Türke.Der tritt in die Steigbügel und reitet.

10 Er spricht sein Gebet, der Hund, und er bricht auf.Und nachdem er in das Schiff gestiegen ist,fährt er herum, der Hund, Heerschau zu halten.Fährt er herum, sein großes Heer zu zählen,damit er weiß, wieviel tausend Mann er hat.Er verfügt über achthunderttausend,Kavallerie, Janitscharen und Paschas.

15

Doch hintendrein kommen noch die Plünderer,die nicht verzeichnet sind in den Soldbüchern.Nachdem sie in Wien eingedrungen waren,20 führten sich die Hunde wie tollwütig auf.Führten sich die Hunde da wie Schlächter auf,und schnitten Köpfe ab, die Zierde waren.Und Häuser und Klöster rissen sie nieder,nur die Christenmenschen mordeten sie hin.25 Sie nahmen auch Griechenmädchen gefangen,die Sonne hat sie nicht wieder gesehen.

Der Konsul wendet sich ihm zu und droht ihm.- Was soll denn das, Türke, was du mir antust?Was soll denn das, Türke, was du mir antust?30 Was dir zustoßen wird, daran denkst du nicht.

- Schweig still, mein Konsul, erzürn' doch nicht so sehr,denn du vermagst es nicht, mich einzuschüchtern.Denn ich führe achthunderttausend mit mir,Kavallerie, Janitscharen und Paschas.

35 Der Konsul schreibt dies an die Königreiche,daß das arme Wien verwüstet worden ist.Die ganze Woche lang versammelt um sichder Konsul das Heer und sorgt für Waffen.Sie gehen in die Kirche und halten Messe

40 und mit der Bitte kommunizieren sie.Ein goldenes Kreuz trägt er auf seinem Haupteund wie die Sonne leuchtet sein Körper.

- Kommt herbei, meine gesegneten Christen,gläubige Anhänger von Christi Glauben.

45 Dem armen Wien sind wir gewillt zu helfen

31