heit genannt, 2), Gewächs( 2), Gallenleiden( 2) und je einmal beiSchwund am Arm, Seitenstechen, Nachtschreien eines Kindes, Un-fruchtbarkeit, Epilepsie, Krebs, Milzleiden, Scheintod bei einem neu-geborenen Kind, Todgeburt( nach 2 Todgeburten eine lebende), Ver-gicht( Huffreißen), Würmer( Wurmbeißen), Ausbleiben der Menses,Brustschmerzen, Kolik und Gelbsucht. In der zweiten Gruppe, an-steckende Krankheiten, überwiegen die Gebetserhörungen bei denvon Pest Verschonten, wenn auch ihre namentlich angegebene Zahlnur 7 beträgt. Sie verteilen sich auf die Jahre 1634( 1), 1680( 5),1718 für 1713( 1). Damit ist aber die Zahl der der Pestgefahr Ent-gangenen, die aus diesem Grunde eine Wallfahrt nach Adlwangangetreten haben, längst nicht erfaßt; denn ihre Namen sind in denMirakelbüchern nicht gebucht worden. Es wird darin nur im allge-meinen gesagt, daß im Jahre 1679 zahlreiche Scharen von 50, 60,100 bis 200 Personen im Herbst an Sonn- und Feiertagen nachAdlwang, und zwar aus Linz, Steyr und Neuhofen an der Krems,gekommen sind, sowie daẞ zahlreiche Wiener damals aus demgleichen Beweggrunde hierher Wallfahrten unternommen haben.Auch im Jahre 1718 fanden viele Kirchfahrten, wohl von Oberöster-reichern, aus Dank für die überstandene Pestgefahr vom Jahre 1713nach Adlwang statt, und vielfach pflegte man damals in diesemLande Nachahmungen des Adlwanger Gnadenbildes an den Häusernanzubringen. Wie ferner in den Mirakelbüchern berichtet wird,grassierten in der Zeit von 1729 auf 30 tödliche Krankheiten inOberösterreich, worunter jedenfalls mehrere nebeneinander vor-kommende Seuchenarten gemeint sein werden. Sie gaben denunmittelbaren Anlaß zu vielen Wallfahrten nach Adlwang. Wiebereits erwähnt, hat der Herausgeber des gedruckten Mirakelbucheseigens hervorgehoben, daß er die zahlreichen Gebetserhörungen beiden oft aufgetretenen Blattern, um den Umfang des Buches nichtso sehr anwachsen zu lassen, nicht aufgenommen hat. Tatsächlichsind dennoch 8 solche Fälle abgedruckt, und zwar aus den Jahren1642( 1), 1681( 6) und 1682( 1). Die acht wunderbaren Heilungenvon Rotlauf, der auch unter dem Namen Lohefeuer, Lagfeuer,Joannisfeuer verzeichnet steht, erfolgten in den Jahren 1679, 1680,1681( 2), 1682( 2), 1724( 1) und 1679( 1). In je 2 Begnadungen ist vomAussatz( 1681, 1686) und von Petetschen( 1684, 1726), in je einer vonder roten Ruhr( o. J.) und vom Ausschlag( 1682) die Rede.
Eine Anzahl von Motiven zur Wallfahrt läßt sich nicht unter diezwei vorangegangenen großen Gruppen einfügen. Hierher gehörenein Schönheitsfehler sowie ein Sachverlust, zu dessen Hereinbrin-gung neben der Adlwanger Madonna auch bezeichnend der hl. An-tonius von Padua angerufen worden ist( 1681). Zu diesen außer-gewöhnlichen Motiven zählen wir auch die seelischen Konflikte( 33).Darunter kommen vor: 13 nur ganz allgemein als seelische Anliegen
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