SlowakischerNationalaufstand,Evakuierung der,, Deutschen" undRückkehr
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PAMIA
187
OBET
ZOLEN
2131964
Denkmal für die 187 männlichen deutschsprachigenBewohner von Glaserhau/ Sklené, die während desSlowakischen Nationalaufstandes am 21. September1944 von slowakischen Partisanen auf Befehl einessowjetischen Offiziers ermordet wurden.
Der Slowakische Nationalaufstand erhobsich im August und dauerte bis Oktober1944. Er richtete sich gegen die faschistischeRegierung und deren Bindung an dasDeutsche Reich und hatte das Ziel, dasLand der näher rückenden sowjetischenFront zu öffnen. Er wurde getragen vonTeilen der Slowakischen Armee, in- undausländischen Partisanen sowie Freiwilligenaus verschiedenen Nationen und stand inVerbindung mit der tschechoslowakischenExilregierung in London. Das Zentrum desAufstandes lag in der Mittelslowakei umBanská Bystrica. Die unterschiedlichen Regi-onen des Aufstandes und die verschiedenenGruppierungen waren schlecht miteinanderkoordiniert, was wesentlich zu seiner schnel-
len Niederschlagung durch die deutscheWehrmacht beitrug. Pogrome an Zivilistenwurden von beiden Seiten begangen.
Die deutschsprachigen Bewohnerinnender Slowakei wurden nach dem Natio-nalaufstand und bei näher kommendersowjetischer Front von der Wehrmachtevakuiert, vielfach unter Zwang. Umsovollständiger und systematischer, je weiterim Osten die Gebiete lagen. In der Zipsund im Hauerland wurden tatsächlich diemeisten Menschen evakuiert. Vor allementschiedene Nazi- Gegner widersetzten sich.
Etwa ein Drittel der nach Österreich oder insSudetenland Evakuierten reiste nach Kriegs-ende unter schwierigen Umständen und vonGewalt bedroht zurück in die slowakischenHeimatgebiete. Die meisten Rückkehrerwurden umgehend in Lagern interniert.
Wer aus den Lagern floh, hatte wesentlichbessere Chancen als in Böhmen und Mäh-ren, wieder in das Familienheim einziehenzu können. Zwar waren die meisten Häuserbereits von Slowaken aus Nachbarge-meinden und im Nationalaufstand ver-brannten Dörfern besiedelt. Doch die neuenBewohnerInnen waren häufig dazu bereit, dieHäuser wieder zu räumen. Die Vertreibungender zurückgekehrten„ Deutschen" durchdie Behörden waren weniger rigoros als inTschechien. Gegenüber 33.000 Menschen,die nach dem Potsdamer Abkommen vertrie-ben wurden, konnten etwa 20.000 bleiben.
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