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Sonderausstellung Volkskunde der Gottscheer : die Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde aus der ehemaligen deutschen Sprachinsel Gottschee in Slowenien ; Katalog
Entstehung
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140. Tasche. Flechtarbeit aus feinen Maisstrohzöpfen. Die ,, Kukurutsfāžn❞ wur-den vor dem Flechten eingeweicht, um sie geschmeidig zu machen. Aus derZeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

Höhe: 21 cm, Länge: 30 cm.

Pröse, Gem. Tiefenbach.

Inv. Nr. 60.704

141. Tragring( rigl), der beim Tragen von Körben oder anderen Lasten auf demKopf unterlegt wurde. Verfertigt von einer slowenischen Scheiderin inPodturn( Unterturn) aus streifenförmig geschnittenen Stoffresten.Durchmesser: 17 cm.

Erworben in Neuberg bei Pöllandl.Inv. Nr. 61.206142. ,, Gottscheer Hausierer" Vermutlich Grödner Schnitzarbeit. Wackelkopf-Figur auf Standbrettchen. Blauer doppelreihig geknöpfter, Rock, schwarzeHosen, weiße Strümpfe, schwarze halbhohe Stiefel. Nach vorne umgehäng-ter Hausiererkorb, über die Schulter einen weißen Sack geworfen. In derrechten Hand ein Stock.

Höhe: 18,5 cm.

Inv. Nr. 6339

( Die Darstellung trifft hier mehr den Hausierer überhaupt, der vielfachauch dann ,, Gottscheberer" genannt wurde, wenn er aus anderen Gegen-den Krains oder überhaupt aus anderen Ländern stammte. Selbst die in derälteren Literatur nachgewiesenen ,, schwarzen Gottscheer"( aus der AltlagerGegend), nach ihrer dunklen Kleidung so benannt, haben nicht mit Ge-schirr gehandelt, wie der hier dargestellte, und trugen so weit bekannt, kei-ne blauen, geknöpften Röcke.)

143. Circular, das die Hausier- Tätigkeit der Gottscheer in Böhmen regelt, da-tiert: Prag am 28. April 1785. Das beigedruckte ,, Verzeichnis der Waaren,mit welchen Gottscheern das Hausiren auch noch künftig zugestatten"zählt auf: ,, Gemeines Baumöl, Welsche Früchte: nämlich, Pomeranzen, Li-monien, Citronien, Granatäpfel, Margaranten, Kastanien, Datteln, Carob-be, oder Bockshörel, Haselnüsse, Feigen, Mandeln, Zibeben, Weinbeerl,Kapern. Reiß, Sardellen, Schildkrotten, Lorbeerblätter, Austern, Müscherl,Calamari, Dragawein."3 Seiten

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Inv. Nr. 67.769

144. Zuckerlschachtel, 1928 von einem Gottscheer Hausierer im ,, Griechen-beisl" in Wien mit ,, Grad oder Ungrad" gewonnen. Rechteckige, grünbeklebte Kartonschachtel mit herzförmiger Auflage aus feinem Holzspan-gewebe, darauf aufgeklebtes buntes Papierherz mit Spruch; verziert mit ge-preßten Goldpapierstreifen und Blüten.

Länge: 9 cm, Breite: 7 cm, Höhe: 3,7 cm. Leihgabe ve Maria Kundegraber