70. Mulde, aus Buchenholz ausgehöhlt. Außenseite mit Ritzzier, aus Halbkrei-
sen und Zirkelschlagmustern bestehend, bedeckt; der Griffrand mit unre-gelmäßigem Rautenmuster überzogen.
Länge: 71 cm, Breite: 28,5 cm, Höhe: 10 cm.Pöllandl
Leihgabe von Maria Kundegraber71. Mulde, Buchenholz. Außenseite mit Ritzdekor. Kreise, Halbkreise, sichüberschneidende Wellenlinien, Fischgräten und Bäumchen bedecken dieganze Fläche. Vermutlich Handelsware aus dem Gottscheerland.Länge: 79 cm, Breite: 30 cm, Höhe: 10 cm.
Erworben in Vodnjan( Dignano), Istrien
Inv. Nr. 3577
72. Mulde aus Buchenholz. Die Außenseite ist mit Ritzdekor in Form einesRautenkaros, Fischgrätenmuster und sich überschneidenden Wellenlinienbedeckt. Vermutlich Handelsware aus dem Gottscheerland.Länge: 76,5 cm, Breite: 29 cm, Höhe: 8,5 cm.
Erworben in Istrien
Inv. Nr. 25.566
73. Mulde aus einen Stück Buchenholz ausgehöhlt. Die Außenseite mitRitzungen verziert: Kreise, Fischgrätenmuster, Zickzacklinien, Bäumchen.Als Getreidemulde und Kinderwiege verwendet. Wahrscheinlich Handels-ware aus der Gottschee.
Länge: 75,5 cm, Breite: 30 cm, Höhe: 10 cm.Erworben in Šibenik, Dalmatien
Inv. Nr. 22.868
Ein in großer Zahl erzeugtes Produkt der Hausindustrie und Hausrat zugleich wa-ren die Trinkfäßchen( putšelain), die gewissermaßen schon zum ,, Attribut" derGottscheer geworden sind, finden sie sich doch schon auf der ältesten Abbildung,nämlich bei Valvasor. Nach der Herstellungstechnik gab es zwei Arten dieser Fäẞ-chen, gebundene und ausgehöhlte. Die letzteren waren in der Regel sehr klein,ihr Querschnitt immer eiförmig. Die gebundenen Fäßchen wieder wurden gerneaus verschiedenfarbigen Dauben hergestellt. Bis in unser Jahrhundert wurdenHolzreifen aus gespaltenen Haselruten verwendet, erst später auch Eisenreifen.Die ,, Putscherlein", die man noch heute z.B. in verschiedenen Gegenden derSteiermark finden kann, wurden auch zur bereits erwähnten Hausindustrie-Ausstellung nach Wien entsendet. Das kulturgeschichtliche Alter der Trinkfäß-chen läßt sich anhand von Bildquellen bis in das Mittelalter zurück verfolgen, da-bei wird uns die Funktion als Pilgerfäßchen, das auf weiten Wanderungen undReisen mitgeführt wurde, vermittelt. Es wurde aus dem Fäßchen auch getrunken,wie es noch im 20. Jahrhundert die Gottscheer taten, wenn sie ihr Getränk zurArbeit auf Feld und Wiesen mitnahmen. 20)
20) Maria Kundegraber, Gottscheer Putscherlein- mittelalterliches Trink- und Pilgerfäßchen. In:Volkskunde. Fakten und Analysen. Festgabe für Leopold Schmidt( Wien, 1972), S. 143-155.
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