gebaut bzw. wie ein Möbelstück hineingestellt( Unterlag). Wurde der Kasten mitdem Stall verbunden, konnte er an ihn angeschoben sein( Mitterdorf b. G.) oderauch auf dem Dachboden stehen( Pöllandl). Angeschoben war der Kasten auchoft an die Tenne, u. zw. immer als eigenes festes Gefüge, nur das Dach war überbeide gezogen; diese Form fand ich v. a. in der Mosche und in den benachbartenkrainischen Landstrichen. Es gibt selbst noch heute eine Fülle von Verbindungen.Schon Hauffen hat hervorgehoben, daß die bei den Slowenen allgemein verbrei-teten Harfen nur an den Grenzen der Sprachinsel Verwendung fänden. Da dasLandesinnere in den Kriegs- und Nachkriegswirren besonders gelitten hat, läßtsich diese Ansicht heute weder bestätigen noch widerlegen.
Besonders die Großformen sind ein Zeugnis für die hohe Zimmermannskunst. Inder Mosche fand ich auch ein Beispiel für eine Harfe mit ausziehbarem Trocken-boden zum Hirsetrocknen, der gelegentlich auch bei den Scheunen vorgekom-men ist. Die Gottscheer nennen die Harfe Khoasl¹), das Wort gehört zu Kese( Le-sachtal). In älterer Zeit sind auch Harpfe und Herpfe nachgewiesen.
Zu den kleinen Bauwerken eines Hofes zählen noch die Zisterne( ŝtearn), die inwasserarmen Sommern von großer Wichtigkeit war. Sie war innen flaschenför-mig, manchmal war sie überbaut, um sie vor Hitze zu schützen. Von allen Dä-chern des Hofes gingen die hölzernen Rinnen zur Zisterne, um keinen TropfenWasser zu verlieren.
Eine Vorrichtung zur Aufbewahrung von Erdäpfeln war die Grüebaide, eine ausder Erde gegrabene Grube mit einem Dach und einem sehr niedrigen Eingang.Manchmal war sie unter dem Stadl.
Es würde den Rahmen dieser kurzen Einführung sprengen, wollte ich näher aufdas Haus eingehen, das eine gründliche Bearbeitung verlangt¹²).
11) Ludwig Kren, Dr Khoasl. Eine Betrachtung. In: Gottscheer Zeitung 68( 55) 1971, F. 10, S. 1-2.12) Maria Kundegraber, Siedlung, Haus und Volkskunst in Gottschee. In: Gottscheer Zeitung 74( 61) 1977, F. 2, S. I- II; F. 3, S. I- II.
18