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Sonderausstellung Volkskunde der Gottscheer : die Sammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde aus der ehemaligen deutschen Sprachinsel Gottschee in Slowenien ; Katalog
Entstehung
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Bestand von mehr als 150 Objekten aus Gottschee und vergleichsweise aus demanschließenden Unterkrain und Kroatien einzubringen. Es befinden sich darun-ter große Gegenstände wie Arbeitsgerät und Möbel, vor allem aber verschiedenesKleingut. Die geschichtlichen Umstände haben es nicht mehr zugelassen, einelückenlos systematische Sachdokumentation zu erstellen, wesentlich erscheint esjedoch, daß für die Stoffgebiete des Arbeitsgerätes, der Erzeugnisse der Hausin-dustrie, der fortgesetzten Tradition der Hafnerei der Slowenen in der Gegend vonReifnitz, die schon seit jeher auch den Bedarf der Gottscheer mit Tonwaren ge-deckt haben, und der Kopftuchstickerei beispielsweise erweiterte Erkenntnissegewonnen und von Maria Kundegraber in einschlägigen Veröffentlichungen vor-gelegt werden konnten.

Die heutige Leiterin der Außenstelle Stainz des Steiermärkischen Landesmu-seums legt das Ergebnis ihrer nunmehr zwei Jahrzehnte währenden Bemühungenum die Sachkulturforschung in der Gottschee im allgemeinen und um die Berei-cherung und museographische Bearbeitung der Gottschee- Sammlung des Öster-reichischen Museums für Volkskunde in Form eines gemeinsamen Austellungska-taloges vor, der über den umittelbaren Anlaß hinaus gleichzeitig als Bestandska-talog seine fachliche Bedeutung haben wird. So betrachtet, kann die Darstellungder>> Volkskunde der Gottscheer« in Form einer Sonderaustellung, die einmal alsständiger Bestandteil in das erweiterte Austellungskonzept des der Volkskundeder ost- und südosteuropäischen Länder gewidmeten Ethnographischen MuseumsSchloß Kittsee einbezogen werden soll, und auch in Gestalt eines erschöpfendenbeschreibenden Kataloges als angemessener Beitrag des Österreichischen Mu-seums für Volkskunde zum Gottscheer Gedenkjahr 1980 angesehen werdenkann.

Wenn hier mit wenigen Worten ein Dank auszusprechen ist, so wendet sich die-ser zuerst an die wissenschaftliche Bearbeiterin der Gottscheer Sammlung desÖsterreichischen Museums für Volkskunde, Maria Kundegraber, die sich ihrer-seits ihren vielen Gottscheer Gewährsleuten verbunden weiß. Dem Bundesmini-sterium für Wissenschaft und Forschung, der Burgenländischen Landesregierungist zu danken für die Aufwendungen in Form der laufenden Subventionen fürdas Ethnographische Museum Schloß Kittsee, der Steiermärkischen Landesregie-rung für eine Sonderdotation, die zusammen das Zustandekommen dieser Aus-stellung ermöglicht haben.

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Klaus BEITL