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Peregrinatio neohellenika : Wallfahrtswanderungen im heutigen Griechenland und in Unteritalien
Entstehung
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102. Johannesgrotte auf Patmos.

Statue der Artemis zerstört und daraufhin von den Idololatren getötet wird;Johannes erscheint und erweckt ihn zu neuem Leben.

Etwa auf halbem Weg zwischen dem Kloster und dem Hafen erhebensich am Hang des Berges die Theologenschule und die berühmte Höhle, inwelcher dem heiligen Johannes die Apokalypse geoffenbart worden sein soll.Die rückwärtige Grottenwand ist an der Decke dreigeteilt. Die Felsenwandsoll sich nämlich hier geöffnet haben, um Johannes, der im hintersten Winkelschlief, Gelegenheit zu geben, die Apokalypse zu schauen; hernach soll sichdie Öffnung wiederum geschlossen haben, doch blieb ein dreigeteilter Sprungzurück, der die Heilige Dreifaltigkeit symbolisieren soll. Ein Eindruck im Fel-sen wird als die Ruhestelle des Hauptes des schlafenden Heiligen gedeutet,während eine andere Vertiefung als Griff angesehen wird, den der heiligeJohannes als Handstütze beim Aufstehen gebrauchte, da er ja um diese Zeitschon fast hundert Jahre alt gewesen sein soll. Beide Vertiefungen sind mitsilbernen Reifen eingefaßt. In dem Grottenraum gibt es nur wenige Ikoneund ein einziges vollplastisches Votivschiff; auch einige Ampeln hängen vonder Decke. Es besteht der Brauch, daß unschuldige Knaben in der Grottevom Felsen etwas abschaben und ein kleines Steinchen herausbrechen. DieseSteinchen werden von den Nonnen des Frauenklosters von Kastro in kleinePäckchen genäht und den Gläubigen als Andenken mitgegeben. In derselbenAbsicht, und auch um Heilung zu erlangen, wird das Wasser aus der Zisternedes oberen Hauptklosters ebenfalls nach Hause genommen.

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