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Forschungsfeld Familienfotografie : Beiträge der Volkskunde / Europäischen Ethnologie zu einem populären Bildmedium ; Referate der 2. Kittseer Herbstgespräche am 20. und 21. Oktober 2000 anlässlich der Jahresausstellung "familienFOTOfamilie" von 16. April bis 5. November 2000
Entstehung
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Vorwort

Anläßlich der Jahresausstellung 2000 familien FOTOfamilie imEthnographischen Museum Schloss Kittsee fanden am 20. und 21.Oktober desselben Jahres die, 2. Kittseer Herbstgespräche statt.Die Ausstellung zeigte- basierend auf der technologischen Entwick-lung der Fotografie seit ihrer ersten öffentlichen Präsentation im Jahr1839 eine Kultur- und Sozialgeschichte der Familienfotografie. Sierichtete den Fokus auf die Bedeutung von Familienfotos im familiärenGebrauch und wollte den Blick für jene Familienbilder schärfen, diein den Köpfen der Fotografinnen und Fotografen bereits vorhandensind, wenn sie auf den Auslöser drücken. Die einzelnen Themenwurden anhand von zahlreichen Fotobeispielen aus nahezu allenBundesländern dokumentiert, da es sich hierbei nicht um geografischdifferenzierbare Motive handelt, sondern um- zumindest im Öster-reichischen bzw. europäischen Raum- allgemein gebräuchliche.Im Rahmen der 1999 begonnenen Kolloquiumsreihe, KittseerHerbstgespräche sollte nun der Blick erweitert werden vor allem inRichtung der östlichen Nachbarländer- entsprechend den Zielset-zungen des Ethnographischen Museums-, aber auch die jeweiligeForschungs- und Museumssituation anderer Länder wie z. B. Frankreicherfasst werden. Fachleute aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn,Slowenien, Kroatien, der Schweiz, Deutschland und Österreich disku-tierten die vielschichtige kulturelle Bedeutung der Fotografie, insbeson-ders im weiten Feld des privaten und familiären Alltags. Die Beiträgereflektieren einerseits den jeweiligen Forschungsstand bzw. gehen aufdie verschiedenen historischen wie aktuellen Ansätze in den einzelnenLändern ein. Andererseits werden anhand konkreter Themen und Fra-gestellungen Ergebnisse ethnologischer Forschung im Bereich derprivaten Fotografie, Familienfotografie, Amateurfotografie, Alltagsfoto-grafie etc. präsentiert und zur Diskussion gestellt. Ziel der Tagung warein internationaler Austausch und Vergleich einschlägiger Forschungs-ansätze und-ergebnisse, wobei z.B. auch der Frage nachgegangenwurde, ob etwa im Bereich der Familienfotografie- national bzw.regional unterschiedliche Bildsprachen und Fotopraxen existieren.Abschließend sei an dieser Stelle der Kulturabteilung der Burgenländi-schen Landesregierung und dem Bundesministerium für Bildung, Wis-senschaft und Kultur in Wien gedankt, die das Zustandekommen derTagung und die Publikation der Beiträge ermöglichten sowie HerbertNikitsch vom Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien,der sich freundlicherweise als Lektor zur Verfügung gestellt hat.

Veronika Plöckinger

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