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Die Kuenringer in Sage und Legende
Entstehung
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6. Der letzte Kuenringer

Nr. 31

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An den Hartenstein knüpft sich auch noch die Volkssage, dass hierder letzte Kuenring mit dem Beinamen der Unüberwindliche" auf fol-gende tragische Weise sein Leben beendet habe. Derselbe habe wie alleseine Vorfahren als Raubritter gegolten und aus diesem Grunde hier zuLande keine Braut gefunden. Da sei er unter einem fremden Namen ins Reich" gezogen, habe dort einen edlen Ritter kennen gelernt und umdessen schöne Tochter geworben. Weil er jedoch vom Ritter zur Antworterhalten:, seine Tochter sei schon einem anderen Freier verheissen", sohabe er sie beredet, heimlich mit ihm zu fliehen, worein sie auch willigte.Glücklich kamen sie nach Oesterreich in seine abgelegene Burg Harten-stein. Der Vater habe nun seine Knappen ausgesandt, die entführteTochter zu suchen. Nach langem vergeblichen Suchen entdeckten sie end-lich die Spur, dass ihres edlen Ritters Tochter längs der Donau nachOesterreich entführt worden. Die getreuen Knappen frugen nach ihr inden Burgen Aggstein, Spitz und Dürrenstein und erst im letzteren Orteerfuhren sie, dass weiter drinnen im Lande eine grosse Burg sei, in derseit Kurzem ein fremdes Burgfräulein wohne, das ganz der gemachtenBeschreibung gleiche. Sofort setzten sie den Ritter, der sie ausgesandt,hiervon in Kenntnis. Dieser kam und zog von Dürrenstein unter frem-dem Namen und völliger Verkleidung mit seinen Knappen über die Naass" nach der Burg Hartenstein, wo er gastliche Aufnahme fand. Daer sich überzeugt, dass seine Tochter hier ganz glücklich lebe, gab ersich zu erkennen und auch seine väterliche Einwilligung zur Ehe. Nachkurzem Aufenthalte brach der Vater wieder auf, um in seine Heimat zuziehen, sagte aber vor seinem Scheiden noch seinem Schwiegersohne, dasser auf den stolzen Titel Kuenring, der Unüberwindliche" nicht zu sehrpochen möchte, es könnte denn doch ein Stärkerer über ihn kommenund ihn bewältigen. Allein Kuenring entgegnet: das sei nimmer mög-lich! Noch kein Ritter habe ihn überwunden. Auch seine Burg Harten-stein wurde noch durch Niemand bezwungen. Dafür heisse sie auchHartenstein, die unüberwindliche, hoch am Berg und tief im Thal".Der Schwiegervater zog ab, kehrte aber, um sich von der Unerschrocken-heit und Kühnheit seines unüberwindlichen Schwiegersohnes zu über-zeugen, in der Nacht heimlich zurück und simulierte im Einverständnismit dem Stallmeister und mit dem Pfleger der Burg einen feindlichenUeberfall. Unter Führung des Schwiegervaters stürmen Knechte undKnappen mit dem Rufe überwunden! überwunden!" in den oberen

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