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Die Kuenringer in Sage und Legende
Entstehung
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Das junge Kloster entwickelte sich unter der Förderung seiner Stifterrasch zum geistigen Mittelpunkt der Region.

Eine Beschäftigung mit der Stifterfamilie ist in Zwettl durch alle Jahr-hunderte zu verfolgen, und das änderte sich auch nicht nach dem Aus-sterben der Kuenringer im 16. Jahrhundert 31. In der Frühzeit desKlosters geschah dies sicherlich, um die eigene Existenz zu legitimierenund die Position in wirtschaftlicher Hinsicht zu festigen. Aber für diekontinuierliche Beschäftigung mit der Gründerfamilie sind bestimmtnicht nur wirtschaftliche und politische Interessen verantwortlich zumachen. Man könnte darin auch eine dankbare Anteilnahme an denGeschicken des Geschlechts sehen, das nicht nur für das Kloster, sondernauch für die Entwicklung des Waldviertels von solch überragender Be-deutung gewesen ist. Und diese Anteilnahme zeigten die Zwettler nichtnur in guten Zeiten, sondern erfreulicherweise auch dann, als die Kuen-ringer durch die politischen Ereignisse in Opposition zu den Landes-fürsten geraten waren. Daß der Stifter der materiellen Grundlagen desKlosters und die späteren Förderer im Stift eine gute Nachrede hatten,ist ja nicht verwunderlich. Aber es gab auch Familienmitglieder ausdem Hause Kuenring, die dem Kloster reserviert gegenüberstandenoder ihm in Zeiten wirtschaftlicher Notlagen sogar Schaden zufügten.Dennoch kann man dem Stift eine um Objektivität bemühte Haltungbei der Beschäftigung mit den Kuenringern bescheinigen. Drei derMönche setzten besondere Akzente für die Überlieferung, und zwar AbtEbro, der die Abfassung des Stifterbuches veranlaßte, Anfang des14. Jahrhunderts, Abt Bernhard Linck in der Barockzeit durch dieAnnales Austrio- Clara- Vallenses und Johannes Frast durch die Editionder Bärenhaut im 19. Jahrhundert.

Das neue Kloster im Nordwald ging aus dem Zisterzienserstift Heiligen-kreuz hervor, das 1133 auf Veranlassung Leopolds III. durch Möncheaus Morimond errichtet worden war. Hadmar I. trug sich wahrschein-lich schon seit der Gründung von Heiligenkreuz mit dem Gedanken, imNordwald ein Tochterkloster zu gründen, doch auf Grund der schwieri-gen Rechtsverhältnisse( Zustimmung des Generalkapitels und des Lan-desfürsten mußten eingeholt werden) dauerte es vier Jahre, bis es zurAusführung der Pläne kam. Im Advent des Jahres 1137 kamen unterder Führung des ersten Abtes Hermann zwölf Mönche aus Heiligen-kreuz und bezogen ein provisorisches Quartier in Oberhof. Als fiktiverGründungstag wurde der 31. Dezember 1137 festgesetzt. Hadmar undHermann wählten nach den Regeln des Ordens einen Platz für das

31 Eine ausführliche Darstellung des Verhältnisses Stift Zwettl Kuenringergibt Zawrel, Das Nachleben der K., siehe Anm. 21.

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