4 Begnadete hatten ihren Wohnort im damaligen Bayern, wovon2 im späteren Innviertel seẞhaft waren. An 23 Niederösterreichern,einschließlich Wiens, wirkte die Wunderkraft Adlwangs, ebenso an2 aus Böhmen, an 4 aus der Steiermark und einem aus Salzburg.Wie bereits früher hervorgehoben wurde, hat die Pestperiode 1679bis 1682 vornehmlich den Anlaß abgegeben, daß Adlwang, das imUmkreise von einer Wegstunde damals seuchenfrei geblieben war.nicht bloß von vielen Nahwalifahrern, sondern auch von Pilgernvon weiterher aufgesucht worden ist. Vor allem gaben die in denJahren 1679 und 1680 aus Wien hierher geeilten Waller, 3 spätereAusnahmen abgerechnet, als Grund ihrer Wallfahrt das Wüten derPest und ihr glückliches Entrinnen davon im Jahre 1679 an.
Es ist allerdings unmöglich, aus den 2 genannten Mirakelbücherndie jährlichen Schwankungen der Pilgerfrequenz zu errechnen; auchder geographische Streubereich der Pilger läßt sich nur annäherndhieraus ermitteln, da nicht einmal die Zahl aller Begnadeten undnoch weniger der Name und Wohnort derselben sowie die Datierungder abgestatteten Wallfahrten stets angegeben erscheinen. Vielmehrwird in den 2 genannten Büchern mitunter summarisch mit oderohne Zeitangabe erwähnt, daß viele Prozessionen" aus Wien undanderwärts, wie Linz, Steyr und Umgebung sowie Neuhofen a. d.Krems, während der Pestperiode 1679-1681 nach Adlwang gekom-men sind. Im ersten Kapitel des von Freyd herausgegebenenMirakelbuches wird unter anderem vermerkt, daß schon vor etlichhundert Jahren" Ungarn in großer Zahl sich hier eingefunden haben.Auch in der 1746 abgeschlossenen Handschrift( S. 12 f.) wird dar-über in gleicher Weise berichtet.
-Gehen wir nun näher auf die uns in den Mirakelbüchern an-gegebenen Wohnorte der begnadeten Wallfahrer ein, so dürfen wirwohl den Großteil derjenigen Pilger, bei denen der Name ihresständigen Domizils nicht angeführt wurde, als Oberösterreicheransehen. Sicher ist, daß unter diesen der Zuzug aus dem Krems-.Steyr- und Ennstale am größten war. Ja, man kann fast sagen,daß der Besuch von Adlwang zu den Hauswallfahrten der Bewoh-ner der Stadt Steyr gehört hat. Sind uns doch von den Jahren 1641bis einschließlich 1745 allein 58 Fälle von Steyrer Begnadeten imMirakelbuche überliefert. Auch die Stadtbevölkerung von Linz undWels machte sich stark unter den Adlwanger Pilgern bemerkbar..Von 1679-1739 wird von 38 Linzern und Linzerinnern berichtet,und 16mal scheinen im Zeitraume von 1681-1739 Fälle aus Welsauf, was insoferne um so bemerkenswerter ist, als die Welser Be-völkerung in ihrer unmittelbaren Nähe die Gnadenkirchen vonSchauersberg und Scharten hatte. Daß die nächste Umgebung vonAdlwang, das Gebiet zwischen Krems und Steyrfluß, einen erheb-lichen Wallfahrerzustrom stellte, ist wohl selbstverständlich. Wir
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