wiesen, zu backen soviel sie nur vermochten. Als der Abend kam, warder Befehl des Königs ausgeführt und der größte Saal bis an dieDecke mit Brot gefüllt worden. Da kam Hänschen mit seiner Hasen-herde nach Hause. Der König stand am Tore und zählte sie wiedereinen nach dem anderen. Es fehlte kein einziger.
,, Hänschen," redete ihn der König an ,,, du hast deine Aufgabe ge=löst, doch kann ich dir meine Tochter erst dann zur Frau geben, wenndu noch dreimal zu erfüllen vermagst, was ich dir befehle."
,, Herr König," sprach Hänschen schalkhaft lächelnd ,,, wenn es Euchrecht ist, will ich die Hafen gerne noch dreimal auf die Weide treiben.Ich habe gestern und heute einen Hasen verschenkt und, seht, es fehltdoch keiner aus der Herde."
Der König sah jetzt wohl, daß Hänschen ihn und seine Tochtertrok der Verkleidung erkannt hatte, und er wurde rot vor Zorn undScham. Doch mäßigte er sich und tat, als ob er es nicht wüßte.,, Hänschen," sprach der König ,,, du wirst hungrig sein, darum habeich dir ein reichliches Mahl bestellt."
Er führte Hänschen in den großen Saal, der mit Brot gefülltworden war.
,, Siehe, hier hast du zu essen genug," sprach der König ,,, dochmerke, wenn du dieses Brot bis morgen früh nicht bis zum letztenLaib aufgezehrt hast, so mußt du sterben."
Jett verging dem armen Hänschen das Lachen. Er wurde in denSaal hineingeschoben, dann versperrte der König die Tür, und Häns-chen war allein. Er zog sein Messer hervor, schnitt einen der großenLaibe an und begann zu essen. Er aß soviel er nur konnte, doch warer nicht einmal imstande, diesen einzigen Laib zu verzehren. Dawurde ihm bang, und er begann zu weinen, denn er sah, daß er mor-gen früh werde sterben müssen, wenn der König kommen und denSaal nicht leer finden würde. Auf einmal gedachte er des altenMütterlein, das er aus dem Wasser gezogen und das ihm die Pfeifegeschenkt hatte.
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