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Herd- und Küchengerät : aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde ; Katalog
Entstehung
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E. Dreifüße und Pfannknechte

Der Dreifuẞ als ein Gestell zum Sitzen, aber auch zum Tragen und zurAufnahme von Gefäßen war bereits im Altertum verbreitet. SeineBedeutung im öffentlichen Leben und im Kult ist überliefert. Er war Sitzder weissagenden Pythia in Delphi, beliebtes Weihegeschenk an dieGötter, begehrter Siegespreis bei Wettkämpfen.

Eiserne Dreifüße dienten als Auflager des Kochgeschirrs beim Kochenüber dem offenen Feuer. Eine Weiterentwicklung stellen die Pfann-knechte dar:" Ihre Entwicklung ist eng mit der Stielpfanne verknüpft:der übliche Dreifuß erhielt einen Stiel mit Pfannenstielstütze, um dieSchwerpunktverlagerung auszugleichen", um zu verhindern, daß diePfanne das Übergewicht bekam. Jene Pfannknechte, die als Tischge-räte verwendet wurden, waren oftmals besonders kunstvoll gestaltetund dienten als Untersatz für die heißen und meist rußigen Pfannen.

54 Großer Dreifuẞ, Bandeisen. Runde Abstellfläche mit spitz zulaufendenStreben; Füße angenietet.

Besonders geeignet für Gefäße mit bombiertem Boden.

d= 49 cm h= 20 cm

Inv.-Nr. 89/10

Kleiner Dreifuß, Bandeisen, herzförmig geschmiedet; eingerollteFußenden.

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Urfahr, Oberösterreich.

20 x 20 cm h= 7 cm

Inv.-Nr. 410

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Kleiner Dreifuß, wie oben, nur dreieckig geschmiedet.

Südtirol.

16 x 16 cm h= 6 cm

Inv.-Nr. 1.120

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Kleiner Dreifuß, Bandeisen, dreieckig geschmiedet.

Südtirol.

19 x 22 cm h= 6 cm

Inv.-Nr. 3.762

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Dreifuẞ, Bandeisen, ringförmig gebogen. Angeschmiedete Füße miteingeroliten Enden.

d= 30 cm h= 19 cm

Inv.-Nr. 89/11

Pfannknecht, Eisen, geschmiedet. Dreieckige Abstellfläche mit ange-deutetem Herz. Zwei abgewinkelte Füße, Stiel zu Standfuß ausge-schmiedet. Gabelförmige Pfannenstielstütze angeschmiedet.

46 x 25 cm h= 11 cm

Inv.-Nr. 89/12

' Hans Gschnitzer, Herlinde Menardi: Essen und Trinken. Feuer und Licht. Katalog 1,Tiroler Volkskunstmuseum. Innsbruck 1983, S. 51.

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