B. Feuerböcke
Der Feuerbock- aufgrund seiner Gestalt mitunter auch Feuerroß undFeuerhund genannt- diente zum Auflegen der Holzscheiter. Dadurch,daß man die Scheiter etwas höher oder schräg auflegte, wurde demFeuer die zum guten Brennen nötige Luftzufuhr ermöglicht." Die Verbilligung des Eisens bildete im 18. und vor allem im 19. Jahr-hundert die Voraussetzung für eine Verbreitung der eisernen Feuer-böcke auch in mittleren und unteren Schichten der ländlichen Bevölke-rung Der Feuerbock war aber auch im 19. Jahrhundert nochkeineswegs in allen Haushaltungen vorhanden. Das gilt vor allem fürdie Haushalte der nicht grundbesitzenden Bevölkerung... Hier erfüllteein Holzscheit die gleiche Funktion Auch ein einfacher Stein, vielleichtdie Vorstufe des Feuerbockes überhaupt, erzielte den gewünschtenEffekt, jedoch auf weniger repräsentative Weise."
Eine funktionale Besonderheit stellen all jene Feuerböcke dar, die sogestaltet sind, daß sie auch den Bratspieß aufnehmen konnten.
6 Feuerhund, u- förmig ausgeschmiedetes Rundeisen. Als Füße zweiangeschmiedete halbrund gebogene Bandeisen.
Südtirol.
1= 28 cm h= 13 cm
Inv.-Nr. 1.199
7
Feuerroẞ, Bandeisen, u- förmig ausgeschmiedet zu zwei Widerlagern,mit je einem Loch und einem ausgeschmiedeten Haken für den Brat-spieß. Als Füße zwei durchgesteckte halbrund gebogene Bandeisen.Ödenburg.
1= 42,5 cm h= 34 cm
8
Inv.-Nr. 51.792 Nh
Feuerroẞ, Bandeisen, u- förmig zu zwei Widerlagern ausgeschmiedet,mit je einem ausgeschmiedeten Haken für den Bratspieß. Als Füße zweiangeschmiedete halbrund gebogene Bandeisen.
Westungarn.
1= 45 cm h= 33 cm
9
14
Inv.-Nr. 51.797 Nh
Feuerroẞ, Bandeisen, u- förmig ausgeschmiedet, drei Löcher und dreiausgeschmiedete Haken für Bratspieße. Als Füße zwei durchgestecktehalbrund gebogene Bandeisen, abgewinkelte Enden.
Oberschützen, Burgenland.
|= 66 cm h= 44 cm
Inv.-Nr. 51.794 Nh
1 Hermann Kaiser, S. 55.