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Herd- und Küchengerät : aus der Metallsammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde ; Katalog
Entstehung
Seite
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C. Brat- und Röstgeräte

Zum Braten des Fleisches bediente man sich der Bratroste und dereinfachen Bratspieße, mit denen das Fleisch händisch über demoffenen Feuer gedreht wurde. Bratspie Buhren, die das Drehen desSpießes erleichterten, standen meist nur in adeligen Haushalten inVerwendung. Die Haken der Bratspießständer und die Haken undLöcher an den Feuerböcken dienten als Widerlager für die Bratspie ẞe." Das Braten am Spieß war eine Angelegenheit, die man sich nur in be-vorzugten Bevölkerungsschichten oder im Mittelstand zu ganz beson-deren Festtagen' leisten' konnte; die wertvolle Materie des Bratenssowie der Zeitaufwand, den die Zubereitung erforderte, charakterisie-ren den Spießbraten als ein' Herrenessen'." Die einfachen Leuteernährten sich in der Regel von Suppe und Mus und" der Personen-kreis, in dessen Küche der Bratrost zuhause war, ist mit dem für dieVerwendung des Bratspießes gekennzeichneten identisch!" ²

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Bratspieẞ. Schwertförmiges Bandeisen mit angeschmiedeter kurbelar-tiger Handhabe aus Rundeisen.

Warndorf, Westungarn.

|= 111 cm

Bratspieß, wie oben.

|= 87 cm

Inv.-Nr. 51.800 Nh

Inv.-Nr. 1.217

Bratspieẞuhr, Bratenwender aus Eisen. Senkrechter Rahmen auf vierFüßen; unten eine Trommel mit spiraliger Blattfeder, darüber hölzerneSeilführungsrolle zur Aufnahme des Seiles; Zahnradmechanik. Amoberen Rahmenteil Gleichlaufmechanik in der Form eines Windfanges;seitlich eine Vorrichtung zum Aufstecken der Bratspieße.30 x 32 x 62 cm

Inv.-Nr.( 35)

Bratspieẞuhr, wie oben, nur kleiner. Statt Seil eine Kette.26 x 22 x 55 cm

Inv.-Nr. 3.579

Bratspieẞständer, Eisen geschmiedet. Dreifuß; drei feuerverschweiß-te Vierkanteisen, oben tordiert; sechs angeschmiedete Auflagehaken.Ritten, Südtirol.

h= 36 cm

Inv.-Nr. 1.211

' Gudrun Hempel: Handwerkskunst in Eisen. Katalog zur gleichnamigen Ausstellungim Schloßmuseum Gobelsburg. Wien 1986, S. 41.

² Gertrud Benker: Altes Küchengerät und Kochpraxis. Teil I. Sonderdruck ausBayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1972/75, S. 166 f.

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