Anwendungen eine zentrale Stellung inmitten des häuslichen Lebensvon einst eingenommen. In der Bindung an Herd( Rauchküche) undKochofen( Rauchstube) hat das verwendete Gerät die große zivilisa-torische Entwicklung dieser Feuerstätten mitvollzogen, welche ihrer-seits für das kulturgeschichtliche Werden des Hausinneren von sogroßer Bedeutung war, daß man Art, Zahl und Beschaffenheit derFeuerstätten und des dazugehörigen Gerätes zum wichtigsten Eintei-lungsprinzip des europäischen Hauses machen konnte.
In dieser Ausstellung ist allein von Metallgegenständen aus der Samm-lung des Österreichischen Museums für Volkskunde die Rede. Und die" Grammatikerin" des Hauses ist Frau Oberrat Dr. Gudrun Hempel, die,tatkräftigst unterstützt durch den Metallrestaurator und GoldschmiedPeter Falk, sich seit mehreren Jahren schon der museographischenAufarbeitung des mehr als 6.000 Objekte umfassenden Bestandes anMetallgegenständen beschäftigt.² So markiert diese Ausstellung wie-derum eine Etappe unserer Bestrebungen, nach entsprechend lang-wierigen technisch- konservatorischen, beschreibenden und ordnen-den wissenschaftlichen Vorarbeiten und Fertigstellung einer systema-tisch- typologisch gegliederten Studiensammlung im Hauptgebäudedes Museums letzten Endes auch zur Erfassung des gesamten Sam-melgutes in Form eines beschreibenden Bestandskataloges zu gelan-gen und dergestalt einen, wie wir meinen, unerläßlichen Beitrag für dieErstellung einer" historischen Grammatik" der überlieferten österrei-chischen Volkskultur zu erbringen.
Klaus Beitl
Direktor des Österreichischen Museums fürVolkskunde
² Gudrun Hempel, Handwerkskunst in Eisen.( Katalog zur Sonderausstellung desÖsterreichischen Museums für Volkskunde/ Schio ẞmuseum Gobelsburg). Wien 1986.
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