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Forschungsfeld Familienfotografie : Beiträge der Volkskunde / Europäischen Ethnologie zu einem populären Bildmedium ; Referate der 2. Kittseer Herbstgespräche am 20. und 21. Oktober 2000 anlässlich der Jahresausstellung "familienFOTOfamilie" von 16. April bis 5. November 2000
Entstehung
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,, Der Korso war auch gesellschaftliches Leben. Es funktionierte ausge-zeichnet. Um elf[ Sonntag vormittags, A. d. V.] war oben in der Pfarre dieheilige Messe. Da ging man um elf Uhr hin. Aber wer kochen musste,konnte sich das selbstverständlich nicht leisten, der ging eben früher. Zurheiligen Messe um elf sagte man, dass sie die duftende sei... danachsind wir nach unten gegangen. auf dem Platz ging es lebhaft zu, daauch die Jugend draußen war... Man, korsierte' bis es Mittagessen gab."( F, 1907)

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,, Jeden Abend hier auf diesem Platz[ Hauptplatz, A. d. V.] ungefähr umsechs, halb sieben- waren junge Menschen, und die waren draußenauch bis halb neun. Manchmal auch länger, wie die Leute abends vonder Fabrik nach Hause gegangen sind, trafen sie sich dort. Am Sonntagalle in die Kirche und ab elf korsierten sie wieder auf dem Platz. Aber daswar meistens die Mittelschicht- Handwerker, Händler. Sie grüßten sich,wie geht es dir, wie geht es Ihnen..."( M, 1912)

,, Draußen spazierte man auf dem Platz. Am Sonntag von elf bis zwölfganze Familien auch mit Kindern, in der Woche um siebzehn Uhr-Studenten waren dort. Jetzt fänden sie es lächerlich."( F, 1912)

,, Am Sonntag bin ich zur Kirche gegangen, danach war die Promenade.Wir sind über den Platz gegangen und dann schnell nach Hause gelau-fen. Die Promenade war noch vor dem Mittagessen. Aber lange konnteich nicht bleiben- ich musste auch den Haushalt besorgen, dass auchmein Mann seine Ordnung hat... Abends war sie auch, aber da bin ichnicht mehr zum Korso gegangen, wir hatten schon Gesellschaft. Eher dieMädchen, die sind hingegangen..."( F, 1898)

hier war einmal ein Studentenkorso... am frühen Abend, die anderenBurschen, meine Kollegen sind auch auf dem Korso spazieren gegan-gen... aber ich schuftete in dem Geschäft und es störte mich nicht.( M,1917)

,, Im Sommer ging man auch in den Park. Dort war der Kiosk, dort hattedas Hotel Tatra im Sommer ein Café geöffnet. Und dorthin gingen wirabends, für gewöhnlich spielte dort ein Zigeuner Glossar ::: zum Glossareintrag  Zigeuner und man saẞ dort,anstelle im Café, draußen... dort gingen Offiziere, Beamte, Gewerbetrei-bende, Juden, Tschechen, Slowaken, Deutsche, Ungarn, die noch hiergeblieben sind, irgendwie hat sich alles hier vertragen. Manchmal war imPark Musik, Militärmusik, dann hatten sie ein Konzert. So spazierten wirbei Musik. Es war sehr angenehm."( F, 1907)

,, Dann wollte die Mittelschicht, was die Kultur betrifft auch anders leben.Im Park gab es einen Kiosk, so hieß das, und dort spielte Musik. Dasgehörte dem, Tatra'... dort war eine riesige Terrasse, vielleicht für an die150 Menschen, Tische standen dort. Und davor gingen die Leute spazie-

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