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Das österreichische Museum für Volkskunde : Werden und Wesen eines Wiener Museums
Entstehung
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verdienstvolle Sammlerin pinzgauischer Sachkulturgüter, erhielt.Sie und alle ihre musealen Kollegen trugen mit zahlreicheneigenen Aufnahmen viel zum raschen Wachstum der Photothekbei. Und auch diese Sammlung begann mit der Anlage einereigenen Ortskartothek, hier mindestens ebenso notwendig wiebei den übrigen Sammlungen des Hauses. Ohne überhasteteModernisierung, ohne verfrühten Ausgriff auf Film und Farb-aufnahme, ist hier eine der wichtigsten Dokumentations- Samm-lungen unseres Faches entstanden, aus der aber auch dauernddie bildlichen Erklärungen des dreidimensionalen Ausstellungs-gutes in die Schausammlung wandern.

Denn diese Schausammlung, ihre Neuaufstellung, mußte inden Jahren 1958-1960 gebieterisch ihre Rechte geltend ma-chen. Um sie eindrucksvoller, lichter, sauberer zu gestalten,wurden die Wände hell gehalten, die Böden erneuert, abgezogen,versiegelt, die Vitrinen neu adaptiert, saalweise einheitlich ge-strichen, die Möbel und Großobjekte auf flache Sockel gestellt,kurz eine Unsumme von Tischler- und Anstreicherarbeiten ge-leistet, um,wenn auch mit bescheidenen Mitteln, so docheinigermaßen befriedigend diese unschätzbare Sammlung fürdie verwöhnten Augen der Menschen der Gegenwart schaubarzu machen. Nun erst wurden zu den Objekten, beispielsweisezu den Trachten, Typenbilder dazugestellt, die Landschaftsräumemit Siedlungs- und Hausbildern versehen, und an weiteren Stel-len, wo eine intensivere Führung des Beschauers notwendig er-scheint, Karten angebracht, die jetzt ja auch schon aus derArchivarbeit heraus erstellt werden können. Wieder wurde beider Neuaufstellung das Gebiet des heutigen Österreich in denVordergrund gestellt. Als wesentliche Ergänzung wurde aber einganzer Saal Süddeutschland gewidmet, um unsere Verbindungzur Volkskunde der Bayern, Schwaben und Franken ersichtlichzu machen. Ein vielfach heterogenes, aber doch bemerkens-wertes Sammlungsgut, das sich in all den Jahrzehnten ange-sammelt hatte, erlaubt diesen wichtigen Ausgriff. Gerade diesesSammlungsgut, das zum Teil aus in den letzten Kriegsjahren

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