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Das österreichische Museum für Volkskunde : Werden und Wesen eines Wiener Museums
Entstehung
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Von hier aus ließen sich zahlreiche lange schmerzhaft emp-fundene Lücken im alten Bücherbestand schließen. Die Biblio-thek begann in ganz anderem Maße als vorher im Gesamt desMuseums mitzuleben.

Die Sammlung Rudolf Kriss kam nach dem Krieg zunächstnach Salzburg, dann nach München. Die von ihr ausgehendenImpulse hatten aber doch zu einer lebhaften Erneuerung derWallfahrtsvolkskunde in Österreich geführt, der sich besondersder Wiener Kulturhistoriker Gustav Gugitz widmete. Er hattesich für seine wallfahrtstopographischen Zwecke eine sehr be-deutende Sammlung von, kleinen Andachtsbildern" angelegt,speziell für Österreich. Diese sehr umfangreiche und auch qualitätsmäßig bedeutende Graphiksammlung konnte 1950 durch dasMuseum erworben werden. Es war der größte Zuwachs seitlangem, und eine Fundamentierung für zahlreiche Arbeiten derZukunft. Da die Sammlung auch reiches photographisches Bild-material enthielt, war auch eine beträchtliche Vermehrung derLichtbildsammlung damit verbunden. Die Neugestaltung derPhotothek begann zu einem eigenen Problem zu werden.

Seit ich 1952 auch offiziell die Leitung des Museums über-nommen hatte, ließen sich die begonnenen Innenarbeiten nunintensiver fortsetzen. Die Schausammlung stand im wesentlichen.Ihr Raum war verkleinert und mußte durch die neuen An-sprüche von Depot, Bibliothek und Photothek noch mehr ver-ringert werden. Aber die neue Unterbringung der Zeitschriftenim Depot- und Hörsaal- Seitentrakt bewährte sich, es ließ sichan die Unterbringung der Photothek im bisherigen Bibliotheks-saal denken. Denn nur in angemessenen Räumen konnten dienotwendigen internen Arbeiten wirklich weitergefördert wer-den. Die neuen Kartotheken brauchten Platz. Wir hatten einevollständige Bibliographie der österreichischen Volkskunde be-gonnen, die mußte wachsen können. Nur wenn derartige Ein-richtungen wirklich benützbar waren, hatten sie einen Sinn,auch für die steigende Geltung des Museums, das bald immerstärker als Zentralinstitut geschätzt wurde. In früheren Jahren

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