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Das österreichische Museum für Volkskunde : Werden und Wesen eines Wiener Museums
Entstehung
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Verein ein, der spätere berühmte Prager Professor hat seineBestrebungen noch lange gefördert. Von ihm gehen anderseitsdie Anregungen auf die Volksliedforschung, auf die deutsch-böhmische Volkskunde, und durch August Sauer auf JosefNadler und späterhin auf Gustav Jungbauer aus. Haberlandtaber ist seinen Gottscheer Spuren museal gefolgt, um 4600 er-scheinen die ersten Erwerbungen von dort, um 5500 die zwei-ten, noch weitaus umfangreicheren, die beispielsweise die Gott-scheer Trachten einbringen, heute wohl die einzigen, die sicherhalten haben.

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Mähren bleibt immer aktuell, Schlesien tritt als Sammel-gebiet bald hinzu. Haberlandt hat dort selbst deutsches undgoralisches Volksgut gesammelt, der Ausgriff in die Beskidenist von entscheidender Bedeutung für später. In den Alpen-ländern arbeiten einstweilen befreundete Museumsleute für ihn,besonders der Grazer Kustos Karl Lacher, der viel steirischesGut heranbringt, nicht zuletzt Möbel, einen ganzen Bestandaus Kirchberg an der Raab, der lange Zeit den Eindruck dersteirischen Möbelstube des Museums bestimmte. Von irgendeinerZuordnung fachlicher Art ist freilich keine Rede. In Salzburghat sich der Händler Anton Zell interessieren lassen, der denMasken- Grundstock Heins entscheidend vermehrt, der selbstnoch die Huttler- und Zottler- Kostüme einbringt, nach 5520 auf-genommen. Die Freude am Möbel nimmt rasch zu, man erkenntdie Absicht, Stuben in einer künftigen Aufstellung einzurichten.Unter den mährischen Erwerbungen tritt die blaue Möbelgarni-tur aus Mohelno hervor. Der räumliche Ausgriff erweiterte sichdurch den prähistorischen Kollegen Josef Szombathy vomNaturhistorischen Museum noch bis zur Bukowina, schon jetztwerden ruthenische Trachten erworben, so daß in dem einenJahr fast der ganze Bereich der Monarchie berührt erscheint.

1897 wird im gleichen Stil weitergesammelt und ein Bestandvon über 8000 Nummern erreicht. Mähren steht immer starkim Vordergrund, nach Stickerei, Gerät und Möbel macht sichimmer mehr die mährische Keramik bemerkbar. Habaner

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