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Das österreichische Museum für Volkskunde : Werden und Wesen eines Wiener Museums
Entstehung
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Sinn führten. Das ,, Magyar Neprajzi Muzeum" ist aus diesenAnfangstendenzen heraus ein ethnographisches, ein Völkerkunde.museum geblieben. Aber die Berücksichtigung aller in den Län-dern der Stefanskrone wohnenden Sprachnationen in ihrenbäuerlichen Kulturformen war positiv anregend für verglei-chende Betrachtungen. Zudem verlangte gerade die ethnogra-phische Linie des Hauses die steigende finnugristische Schulungnach Fachleuten. Während in den meisten Landesmuseen derzisleithanischen Reichshälfte die volkskundlichen Objekte vonHistorikern und Kunsthistorikern gerade nur mitbetreut wurden,wuchs in Budapest ein Stock von speziellen Fachleuten heran,den man nur mit den eigens ausgebildeten MuseumsbeamtenSchwedens vergleichen konnte, in späteren Jahren mit denen inden anderen skandinavischen und baltischen Staaten.

Der Gang der volkskundlichen Sammlungen aus dem Bieder-meier in die neue Zeit des Liberalismus und der Naturwissen-schaften, in die Zeit der vollkommenen inneren Umwandlungder Universitäten und der gelehrten Gesellschaften erfolgte nichtgeradlinig und nur zum geringsten Teil aus den Ansätzen imeigenen Land. Eine wichtige Zwischenstation bildeten die groBen Ausstellungen, vor allem die Weltausstellungen, die sichvon Triumphexpositionen der Technik sehr bald zu umfassendenKulturdarbietungen entwickelten. Ein wesentlicher Marksteinin ihrer Reihe war die Wiener Weltausstellung von 1873, diezur Aufstellung einer Art von, Ethnographischem Dorf" im Pra-ter führte. Zunächst hatte man ganz unklar geplant,, Bauern-häuser der verschiedenen Völker der Erde" auszustellen. Davonwaren nun eigentlich nur die europäischen Völker so richtigin Frage gekommen, und auch von diesen hatten sich nur einigeentschlossen, dem Wunsch der Veranstalter nachzukommen.Schließlich kamen überhaupt nur neun Häuser zusammen, unddavon waren sieben aus dem Bereich der Monarchie, nämlich dieHäuser der Siebenbürger Sachsen aus Michelsberg, der Deut.schen in Oberungarn( der heutigen Slowakei) aus Geidel, dasSzekler Haus aus Siebenbürgen, das rumänische Haus aus

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