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Das österreichische Museum für Volkskunde : Werden und Wesen eines Wiener Museums
Entstehung
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führungen erfolgen. Die Geschichte der letzten Jahrzehnte des Museumswurde bewußt knapper gefaßt; sie wird doch erst in späteren Jahrenwieder unpersönlicher gewürdigt werden können.

Die Darstellung baut abgesehen von der persönlichen Einsichthauptsächlich auf gedruckten Quellen auf. Die gleichfalls gegebenenhandschriftlichen Quellen des Hausarchives sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt für eine ausführliche Geschichte des Museums heran-gezogen werden. Ein beträchtlicher Teil der wirklichen Wesens-geschichte läßt sich übrigens aus beiden Quellengruppen nicht ab-lesen. Ein Museum wurde und wird jederzeit vor allem optischgewürdigt, der Eindruck seiner Schausammlung und ihres in denverschiedenen Epochen wechselnden Bildes bleibt bestimmend. Samm-lung, Erhaltung und Erforschung bleiben die Eckpfeiler der musealenInnenarbeit: Ihr Ergebnis, die museale Darstellung, ist aber letztenEndes für Anerkennung und Wirkung erst bestimmend. Kleine Aus-schnitte aus diesem wichtigen Bereich sollen auch einige Bilder ver-mitteln.

Wenn man mehr als dreißig Jahre mit einem Institut verbundenist, wie das bei mir der Fall ist, dann steht man ihm nicht nur sach-lich, sondern auch gefühlsgebunden gegenüber. Ich hoffe, daß diesesMoment sich auch in dieser Darstellung positiv bemerkbar macht. Undes wäre ein Gewinn, wenn sich diese Einstellung auch auf den Leserübertragen würde.

Leopold Schmidt