Monika Wulz
EINE EPISODE AUS DER ÖSTERREICHISCHENRAUMFAHRTKULTUR
Als am 3. Februar 1964 frühmorgens auf den Feldernnahe dem steirischen Hengsberg eine Rakete aufgefun-den wurde, waren die Bewohner von Hengsberg ratlos.Woher kam die Rakete, wie kam sie nach Hengsberg?Wer hatte sie hierher gebracht? Waren mit dieser RaketeLebewesen auf die Erde, in die Steiermark, gekommen?Menschen, Tiere oder gar andere Bewohner des Planeten-
raums?
Man wusste nicht ein noch aus. Der Bürgermeistervon Hengsberg, Herr Josef Stingl, wurde verständigt. Die-ser fragte den Pfarrer der Gemeinde um Rat: Was warzu tun? Der Pfarrer war zwar ein belesener Mann, erhatte nicht nur Theologie, sondern auch alte Geschichtestudiert. Mit Raumfahrttechnik und dem Leben außer-halb der Erde hatte er sich bisher jedoch nicht beschäf-tigt. Über die russischen Vorstöße in der Raumfahrt warzwar in den letzten Jahren auch in der österreichischenPresse berichtet worden. Obwohl der Pfarrer keine Kennt-nis über die technischen und kulturellen Aspekte derRaumfahrt hatte, war ihm aus den Zeitungsberichtenbekannt, dass es an der Technischen Universität in Grazeinen Professor gab, der sich in diesem Gebiet auskannte.Sein Name war Univ.- Prof. Dr. Ferdinand Hofmokl. Durcheinen Anruf an der TU Graz konnte der BürgermeisterHerr Stingl herausfinden, dass Professor Hofmokl Leiter
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