Ausstattung privater Haushalte mit langlebigen Gebrauchsgütern
Von 100 Haushalten hatten
Jahr 1)
PKW
Motor-räder/-
Haus-
halt-
Gefrier-schränke
Wasch-maschinen
Rundfunk-
Fernseh-
Farb-
empf.
empf.
roller
kälte-
fernseh-empf.
2) 3)
schränke
1955
0,2
10,8
0,4
0,5
77,1
1,2
1960
3,2
12,7
6,1
6,2
89,9
16,7
1965
8,2
16,5
25,9
27,7
86,5
48,5
1970
15,6
19,4
56,4
0,5
1975
26,2
19,5
84,7
3,5
55
53,6
91,9
69,1
0,2
73,0
96,3
81,6
2,5
1980
36,8
18,4
99,0
12,5
80,4
99,0
88,1
16,8
1985
45,8
18,4
99,0
28,7
91,8
99,0
93,4
38,4
1986
48,0
18,4
99,0
33,4
94,4
99,0
94,3
42,3
1987
49,9
18,4
99,0
38,2
96,9
99,0
95,2
46,5
1988
52,0
18,4
99,0
42,7
99,0
99,0
95,7
51,8
1989
54,3
18,4
99,0
47,5
99,0
99,0
96,2
57,2
1) Bis 1960: Stand 30. Juni, ab 1970: Stand 30. September
2) Angemeldete Fahrzeuge, ohne gewerblich bzw. von Verwaltungen genutzte Fahrzeuge3) 1955 und 1960 ohne Motorroller
Angaben aus: Statistisches Taschenbuch 1995
Welt der Diktatur":„ Die lange Wartezeit auf ein Autosignalisierte nicht nur soziale Gleichheit, sondern auchKontinuität und Sicherheit."( Wolle, 1998; 217) Unddas meint er kein bißchen ironisch. Den DDR- Bürgernwäre die Entscheidung zwischen Metallicblau und Sil-ber, zwischen Honda und Suzuki erspart gebliebensie hatten keine Wahl, also brauchten sie sich auchnicht den Kopf zu zerbrechen. Ein Problem weniger.Dann allerdings, nach der sogenannten Wende, hat-ten die Ostdeutschen plötzlich nichts Eiligeres zu tun,
als sich West- Autos zuzulegen. Die Nummern- Tafelabmontiert, wurde der Trabi manchmal einfachirgendwo stehengelassen oder buchstäblich in dennächsten Graben gefahren. Jetzt war man ja stolzerBesitzer eines VW Golf oder Opel Kadett, konnteendlich schneller fahren als schlappe 100km/ h. Trauri-ge Folge: 1990 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle inden sogenannten neuen Bundesländern um 71 Pro-zent, 3130 Menschen kamen auf den Straßen umsLeben doppelt soviel wie im Jahr zuvor( Wiener Zei-
Wohnzimmer
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