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Nur die Gegend um Dresden, abgeschirmt durcheinen Gebirgszug, konnte kein West- Fernsehen emp-fangen. Der Volksmund verspottete sie daher auchgerne als das„, Tal der Ahnungslosen".
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Dieses( wenngleich auch nur visuelle) Abgeschnitten-sein von der westlichen Welt führen nicht wenige alsGrund dafür an, weshalb sich die Dresdner Bürgerstark machten für die friedliche( und schließlicherfolgreiche) Revolution" gegen den DDR- Staat. Siewollten nicht länger ausgeschlossen sein und mach-ten sich stark für ein geeintes Deutschland.Neben dem Fernsehen gab es- jenseits aller System-unterschiede- eine weitere gemeinsame Liebe vonOst- und Westbürgern: die Liebe zum Automobil. Siewurde in der DDR nicht dadurch gemindert, sonderneher noch potenziert, daß es gar nicht so einfach war,ein Auto zu erwerben. Der Preis um 10.000 Mark füreinen Trabant war nicht das große Problem, dafür
aber die Wartezeit von zwölfeinhalb bis 17 Jahren.Eine Auto- Bestellung konnte aufgeben, wer volljährigwar. Also füllten, landesweites Ritual, alle an ihrem18. Geburtstag ein Bestellformular aus. Auch die, dieim Moment noch überhaupt nicht an einen Kauf dach-ten oder auch nicht das Geld hatten. Es galt, keinewertvolle Zeit zu verlieren.
Das Mißverhältnis von Angebot und Nachfrage führteauch dazu, daß gebrauchte Autos in der Regel teurerwaren als Neuwagen. Unter Kennern galt die Faustre-gel: doppelter Neupreis minus 1000 Mark pro Nut-zungsjahr.
Der DDR- Bürger mußte sich über Jahre gedulden,und dann waren es doch nur ein Trabant oder einWartburg aus heimischer Produktion, die einem Ver-gleich mit den West- Autos, vorsichtig formuliert,kaum standhielten. Eine stete Quelle des Unmuts?Nein, sagt der Historiker Stefan Wolle in„ Die heile
Ein Autokauf warmit langer Wartezeitverbunden, also fuhrenviele Moped.