Brigitte Emmrich
kunde e. V.( ISGV)* der Beschluss gefasst wurde,( sächsische) Presse-erzeugnisse im Hinblick auf volkskundlich/ ethnologisch relevante Bei-träge durchzusehen und diese zu sammeln, geschah dies in der Absicht,in der Gegenwart Materialien für die Zukunft zu dokumentieren. Kon-krete Vorstellungen von einer späteren Auswertung des Materials gab esnoch nicht. Allerdings zeichneten sich schon nach zwei Jahren bestimmteTendenzen ab, so dass es legitim erschien, einen Sachbereich aus derrecht breiten Palette volkskundlich relevanter Themen näher zu betrach-ten. Die Wahl fiel auf in Sachsen übliche Bräuche und Feste vornehmlich( aber nicht ausschließlich) des Jahreslaufs, bei denen Grundstrukturenoder Elemente ,, traditioneller Volkskultur" zu Zwecken der Unterhaltungund Traditionspflege beziehungsweise des Tourismus und damit verbun-dener kommerzieller Belange rezipiert und reproduziert werden. Um un-gebrochene Brauchausübung handelt es sich nur im Einzelfall- und auchda nur mit Einschränkungen.
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Im Folgenden sollen die wichtigsten Ereignisse' des ersten Halbjahresbehandelt werden, soweit sie in der Presse Erwähnung fanden, als Vorin-formationen und/ oder in Form kurzer oder längerer Berichte. Ankündi-gungen sind wichtig, weil es in der Regel darum geht, Unterhaltungs-angebote zu machen und Publikum aus kommerziellen Gründen anzu-locken. Fastnachtsbräuche mit regionalen oder lokalen Traditionen sowieKarnevalsveranstaltungen werden in der Regel angekündigt und danachmehr oder weniger ausführlich geschildert. Als Beispiele wären dieSchifferfastnacht in Prossen, Postelwitz/ Rathen, Wehlen, Königstein und
Michael Simon, seit 1. 10. 2000 Professor für Volkskunde an der Universität Mainz.
5 Der Sammlungsplan sah vor, vier Jahre lang jeweils in einem Quartal zu sammeln, um so einenkompletten Jahreslauf dokumentieren und zugleich eventuelle Wandlungen feststellen zu
können.
6 Daraus ergibt sich, dass einige wichtige Bräuche und Feste nicht berücksichtigt werden, weilsie in die zweite Jahreshälfte fallen.
7 Die meisten Beiträge stammen aus den Tageszeitungen Sächsische Zeitung( SZ) und DresdnerNeueste Nachrichten( DNN). Herangezogen wurden ferner folgende, z. T. auch überregionalePressezeugnisse: Amtsblatt Dresden, BILD, Blasewitzer Zeitung, DIE ZEIT, Denkmalpflege,Der Sonntag, Deutsche Tagespost, Dresdener Anzeiger, Dresdener Morgenpost, Elbland-Journal, Frankfurter Allgemeine Zeitung( FAZ), Haus+ Geld, Immobilien- Magazin Dresden,Landkreis- Bote, Leipziger Volkszeitung, LH Dresden, Löbtauer Anzeiger, Pirmaer Wochen-kurier, PLUSZ( Wochenbeilage zur SZ), Pressemitteilung Rathaus, Pressespiegel, SächsischerBote, SAX Das Dresdener Stadtmagazin, Süddeutsche Zeitung, Universitätsjournal( TUDresden), Westfalen- Blatt, Wochenkurier. Zeitraum: Januar- März 1999, April- Juni 2000.
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