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Das Blatt im Meer : Zypern in österreichischen Sammlungen ; Begleitbuch zur Sonderausstellung vom 26. April bis 2. November 1997 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee
(Burgenland)
Entstehung
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Zypern vom Osmanischen Reich an Großbritannien gegangen war,wurde die archäologische Grabungs- und Sammeltätigkeit langsam ingeregelte Bahnen gelenkt: Der Deutsche Max Ohnefalsch- Richter, derseine Ausgrabungen nach für die damalige Zeit- exakten wissen-

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schaftlichen Methoden durchführte, und der englische Ausgräber JohnMyres, der ein erstes chronologisches System der zyprischen Archäolo-gie erarbeitete, waren 1883 auch an der Gründung des archäologischenMuseums in Nikosia beteiligt und veröffentlichten die ersten Kataloge.Der Großteil der heute in der Wiener Antikensammlung verwahrtenzyprischen Altertümer stammt aus diesen frühen Grabungen auf Zypern.Zwischen 1869 und 1905 wurden durch Ankäufe oder als Geschenkevon den öffentlichen Sammlungen in Wien- dem k.k. Münz- und Anti-kenkabinett( heute: Antikensammlung des Kunsthistorischen Muse-ums), dem Naturhistorischen Museum und dem Österreichischen Muse-um für Kunst und Industrie( heute: Österreichisches Museum für ange-wandte Kunst)- zahlreiche archäologische Funde aus Zypern erwor-ben, die heute im Kunsthistorischen Museum vereint sind.²Bereits am Beginn des 19. Jahrhunderts sind in dem 1798 begründetenk.k. Münz- und Antikenkabinett Altertümer aus Zypern nachweisbar: Derberühmte Fuggersche Amazonensarkophag( Abb. 1), 3 seit dem 17.Jahrhundert in kaiserlichem Besitz in Wien, ist das bedeutendste antikeKunstwerk zyprischer Provenienz in der Wiener Sammlung. Als derSarkophag ein Meisterwerk griechischer Reliefkunst aus der 2. Hälftedes 4. Jahrhunderts v. Chr.- im März 1805 aus der Hofbibliothek in dask.k. Münz- und Antikenkabinett übertragen wurde, war seine Herkunftnoch unbekannt, erst durch Archivforschungen ist seit dem Ende des 19.Jahrhunderts sein tatsächlicher Fundort gesichert: 1557 wurde der Sar-kophag in der Nekropole der Königsstadt Soloi an der NordwestküsteZyperns von einem Venezianer namens Hieronimo Attar entdeckt undkam bereits 1558 nach Venedig. Dort diente er zunächst als Brunnentrogund gelangte 1567 in den Besitz des Hans Fugger aus dem bekanntenAugsburger Handelshaus. Im 17. Jahrhundert verkauften ihn die Fuggerum 1000 Taler an Kaiser Rudolph II. oder einen seiner Nachfolger nachWien, wo der Sarkophag zuerst im Garten der Hofburg, später- seit demEnde des 18. Jahrhunderts im großen Saal der Hofbibliothek seineAufstellung fand. Seit 1805 ist der Sarkophag eines der wertvollstenObjekte der Wiener Antikensammlung.

Bereits 1803 wurde von Joseph von Hammer- Purgstall im Wege einerSchenkung die Ehreninschrift für König Ptolemaios Eupator( Abb. 2) 4erworben, die dieser 1800 in Alt- Paphos gefunden und von Konstan-

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