Druckschrift 
Das Blatt im Meer : Zypern in österreichischen Sammlungen ; Begleitbuch zur Sonderausstellung vom 26. April bis 2. November 1997 im Ethnographischen Museum Schloß Kittsee
(Burgenland)
Entstehung
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schnitte durch die verschiedenen Teile des Untersuchungsgebietes,wurde erst während der Expedition vom wissenschaftlichen Stab imEinvernehmen mit dem Schiffskommandanten festgelegt.

3.2. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Stabes

Der Leiter des wissenschaftlichen Stabes, zugleich Fachvertreter derZoologie, war jener Mann, der die österreichisch- ungarischen Tiefsee-Expeditionen drei Jahre zuvor initiiert hatte und sowohl im organisatori-schen Umfeld, innerhalb der Akademie der Wissenschaften, als auch inihrem Verlauf, als ihr Teilnehmer, mehr als jeder andere zu ihremGelingen beitrug: Franz Steindachner( 1834 Wien- 1919 Wien). Stein-dachner hatte an der Wiener Universität zwar Jurisprudenz studiert,bestimmend für seinen weiteren Lebensweg waren jedoch seine natur-historischen Neigungen geworden. Über das Studium von fossilen ge-langte er zur Beschäftigung mit rezenten Fischen, und er verschrieb sichfortan der Ichthyologie: 1860 trat er in das Zoologische Hofkabinett ein,wo er im Folgejahr die Verwaltung der ichthyologischen und der herpe-tologischen Sammlung übernahm; 1876 wurde er zum Direktor desZoologischen Hofkabinetts( bzw. der Zoologischen Abteilung des Natur-historischen Hofmuseums), 1898 zum Intendanten des Naturhistori-schen Hofmuseums ernannt, ein Amt, das er bis wenige Monate vorseinem Tod im Jahre 1919 innehatte. Steindachners größter Ehrgeiz wares, die ihm anvertrauten Sammlungen zu mehren, und er tat dies durchAnkäufe( oft aus seinen Privatmitteln), durch intensive Pflege internatio-naler Kontakte, vor allem aber auch durch eigene Reisetätigkeit. Vonseinen zahlreichen Reisen verdienen jene nach Senegambien 1868-1869, seine Teilnahme an der von Louis Agassiz geleiteten, Hassler"-Expedition 1871-1872, die österreichisch- ungarischen Tiefsee- Expedi-tionen sowie die von der Wiener Akademie 1903 nach Nordbrasilienentsandte Expedition, deren Führung dem damals bereits 69jährigenSteindachner anvertraut wurde, besondere Erwähnung. Franz Stein-dachner verfaßte mehr als 250 Publikationen großteils systematischenund faunistischen Inhalts auf den Gebieten der Ichthyologie und derHerpetologie und wurde als der, Fischhofrat" zu einer legendären Gestaltder Wiener Gelehrtenwelt. 13

Die Angelegenheiten der Meeresphysik sowie die Untersuchung derBodenformen des Meeres lagen in den Händen von Josef Luksch( 1836Graz- 1901 Brunn am Gebirge). Luksch hatte als Offizierssohn die

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