I. Entstehung und Psychologie des Tatauierens.
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spitzwinkliger Streifen. Auf Siara kommt nach Parkinsonausschließlich Gesichtstatauierung der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber nach der Ver-heiratung vor. Bei den Aïnos auf der Insel Krafto kommt eben-falls nur bei verheirateten Weibern Glossar ::: zum Glossareintrag Weibern eine um den Mund herum-laufende Tatauierung vor( Wuttke).
Witwentatauierung ist meines Wissens nur auf HawaiiSitte, wo die Zunge der Witwen punktiert wird( Waitz), eintrotz der großen Schmerzhaftigkeit immerhin noch milderesVerfahren als die Witwenverbrennung in Indien, aber dauer-hafter als etwa unsere schwarzen Trauerschleier.
6. Tatauierung als Auszeichnung.
In der Zeit des„ Eisernen Kreuzes" und der Ordensflutfür alle möglichen Verdienste dürfen wir uns nicht wundern,wenn der primitive Glossar ::: zum Glossareintrag primitive Südseeinsulaner zum gleichen Zweck ge-wisse Zeichen in die Haut gestochen bekommt. Tapfere Kriegs-taten waren es vor allem, die Hohe und Niedrige dieser Ehreteilhaftig werden ließen. Schon Delessert berichtet von denNeuseeländern:„ Die Leute aus dem Volk erhielten die Er-laubnis, sich tatauieren zu lassen, nur nach hervorragenderKriegstat." Bei den Motu in Port Moresby„ haben die ein-fachen, aber keineswegs übereinstimmenden Muster in denmeisten Fällen eine gewisse Bedeutung, und zwar bezeichnensie den Helden, der, meist hinterlistig, seltener offen, einenFeind erlegte"( Finsch). Ehrenvolle Narben und Tatauierungensind überdies bei fast allen unzivilisierten Völkern, speziell auchin Afrika, beliebt und gesucht.„ Aus den Tatauierzeichen einesnarbenbedeckten Senapeindianers Glossar ::: zum Glossareintrag Senapeindianers in Nordamerika, dessen Hautmit einpunktierten Figuren so über und über geschmückt war,daß kein freier Fleck an seinem Leibe übriggeblieben war,lasen seine Stammesgenossen voll Bewunderung seine Helden-taten heraus"( Wuttke).
Außer für Kriegstaten kann Tatauierung aber auch als Aus-zeichnung für bürgerliche oder soziale Tugenden, z. B. für Ver-anstaltung von Festlichkeiten, vorgenommen werden. Nach demausgezeichneten Forscher Kubary ist z. B. die gewöhnlicheTatauierung der Weiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber auf der Insel Pelau mit der Punktie-rung der Schamgegend und der Hinterseiten der Beine voll-endet. Hat jedoch auf Veranlassung der Frau eine Festlichkeitstattgefunden, so hat sie das Recht, die Tatauierung„ auf die
Cattani, Tatauieren.
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