Druckschrift 
Bulgarische Volkskunst : Sonderausstellung ; aus der Sammlung des Ethnographischen Museums Plovdiv, Bulgarien ; Katalog
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 
  

relski als neues Standardwerk und wichtigste Auskunftsquelle derbulgarischen Volkskunde erschienen. Vakarelski, die führende Persön-lichkeit der bulgarischen Volkskunde der vergangenen Jahrzehnte, dieals solche durch die Auszeichnung mit dem in Wien verliehenenJohann- Gottfried- Herder- Preis der Stiftung F.V.S. Hamburg internatio-nal gewürdigt worden ist und bis zu seinem Tod vor einem Jahr als Kor-respondierendes Mitglied des Vereins für Volkskunde in Wien mit derÖsterreichischen Volkskunde in dauernder kollegialer Verbindung ge-standen ist, hat seiner Bulgarischen Volkskunde" selbst noch das1969 in zweiter Auflage herausgegebene Werk ,, Die bulgarische Volks-kunst" an die Seite gestellt. Dieses Thema hat Vakarelski zuletzt nocheinmal in dem soeben erschienenen Beitrag ,, Bulgarien" für das vonBernhard De neke betreute Sammelwerk ,, Europäische Volkskunst"aufgenommen; auf der Grundlage einer sachlichen Bestandsaufnahmeund Analyse der für Bulgarien typischen Werke der künstlerischenVolksüberlieferung wird dort die Frage nach ihren besonderen Materia-lien, Schmuckformen und Funktionen in Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum, Fest- und Alltags-leben gestellt. Die bulgarische Volkskunst", 1972 von AtanasBoschkov in einem Prachtband veröffentlicht, erschloß für diesesWissensgebiet zusätzlich eine reiche bildliche Dokumentation ohne we-sentliche Weiterführung der wissenschaftlichen Erkenntnis?.

Über diese deutschsprachigen literarischen Zugänge zur bulgari-schen Volkskunde und Volkskunst hinaus ist das interessierte österrei-chische Publikum gerade in allerletzter Zeit in die angenehme Lage ver-setzt worden, auch eine unmittelbare Anschauung von den Sachgüternbulgarischer Volksüberlieferung zu gewinnen. Im vergangenen Jahr bothierfür die große Ausstellung ,, Bulgarien. 7000 Jahre Kunst und Kulturin Sofia" im niederösterreichischen Renaissanceschloß Schallaburg ei-ne Möglichkeit, welche im Rahmen der großzügig geförderten kulturel-len Beziehungen zwischen Bulgarien und Österreich zustandegekom-men war. Das Historische Museum Sofia, zusammen mit einer ganzenReihe anderer Historischer Stadt- und Bezirksmuseen, hatte die Aus-wahl reichlich gewährter Leihgaben so getroffen, daß in einem eigenen

4) Christo Vakarelski, Bulgarische Volkskunde(= Grundriß der slavi-schen Philologie und Kulturgeschichte). Berlin 1969.

5) Ders.( Hrsg.), Die bulgarische Volkskunst. 2. Auflage. Sofia 1969.

6) Bernward Deneke, Europäische Volkskunst. Mit Beiträgen zahlreicherAutoren( Propyläen Kunstgeschichte, Supplementband V). Frankfurt amMain- Berlin- Wien 1980, S. 210-219.

7) Atanas Boschkov, Die bulgarische Volkskunst, Recklinghausen 1972.

13