91
Ring. Silber, gegossene Rosette.= 2,5/ 1,5Plovdiv
92 Ring. Silber, gegossene, vergoldete Platte.= 3/2
93
Plovdiv
Ring. Silber, gegossene Emailplatte.= 2,5/ 2Plovdiv
Inv.Nr. 14
Inv.Nr. 218
Inv.Nr. 486
94 Ring. Silber, mit einer granulierten Platte.=Plovdiv
0= 3/ 2,5
Inv.Nr. 13
3. Goldschmiedekunst
Die bulgarischen Volksschmuckstücke haben ihren Ursprung in denthrakischen, slawischen und protobulgarischen Traditionen und derenStilarten. Der Einfluß von Byzanz in der Periode des Mittelalters und dertürkische Einfluß in den Jahren der osmanischen Abhängigkeit sind be-deutend.
In der Epoche der nationalen Wiedergeburt sind die Schmuckstückevom Geist dieses Zeitalters getragen. Die künstlerische Begabung un-serer Meister konnte sich auf der Grundlage der besseren Lebensver-hältnisse eines Teiles der bulgarischen Bevölkerung und deren höherenästhetischen Ansprüche entfalten.
In den Goldschmiedewerkstätten, als selbständige Marktplätze orga-nisiert, vermitteln die Meister ihre Kenntnisse den jüngeren Generatio-nen. Die Handwerksstücke werden immer feiner. In traditionellen Ver-fahren, Schmieden, Gießen, Pressen, Gravieren, Löten, Filigran und Gra-nulation, schaffen die Volksmeister einmalige Schmuckstücke, Kir-chengegenstände und Verzierungen mit origineller Kunstwirkung.
Die in der Goldschmiedekunst verwendeten Materialien sind vorwie-gend Silber, Kupfer, Email, polierte und nichtpolierte Steine, Perlmutter-tafeln, selten Gold.
Die Schmuckstücke werden in zwei Gruppen eingeteilt: Schmuck-stücke für den Kopf und Schmuckstücke für den Körper. Als Kopf-schmuck sind die runden silbernen Platten, der Stirnschmuck, die Ohr-ringe, die Überohrenschmuckstücke, die Anhängsel, die Haarnadel, diezitternden Schmuckstücke gebräuchlich. In die Gruppe der Körper-schmuckstücke gehören die Gürtelschlösser, die Gürtel, die Ringe, dieArmbänder, die Brustlätze und anderes.
Vielen Schmuckstücken kommt eine besondere Bedeutung zu; siewerden gegen den bösen Blick und gegen böse Mächte getragen.
Beliebt bei den Bulgaren sind die runden silbernen Platten mit demBildnis des hl. Georg sowie die altertümlichen slawischen Über-
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